5 Dinge, die mit deinem Körper unter Einfluss von Kälte passieren können

Nicht nur extreme Hitze, sondern auch Kälte kann sich negativ auf den Körper auswirken.

5 Dinge, die mit deinem Körper unter Einfluss von Kälte passieren können

Normalerweise sind wir der Meinung, dass uns nicht einmal kalte Temperaturen von unseren täglichen Vorhaben abhalten können - sei es eine Runde Joggen nach der Arbeit oder ein Spaziergang durch die verschneite Landschaft.

Wenn es dann aber so weit ist und die Temperaturen rapide nach unten sinken, dann wollen wir uns einfach dicke Socken anziehen, mit einer heißen Schokolade auf die Couch kuscheln und uns die neueste Folge "Stranger Things" bei Netflix anschauen. Sogar die Kündigung des Jobs oder das Schwänzen der Vorlesung erscheinen bei den Aussichten nur allzu plausibel.

Aber woran liegt es? Liegt es daran, weil wir Menschen bei kaltem Wetter einfach bewegungsunfähig werden und von Natur aus träge sind? Oder ist es ein Selbstschutzmechanismus? Was passiert eigentlich, wenn sich unser Körper rapide abkühlt?

5 Dinge, die mit deinem Körper unter Einfluss von Kälte passieren können

1. Erfrierungen

Dein Körper erkennt ziemlich schnell, wenn es einfach zu kalt ist und die Temperaturen unter dem Nullpunkt liegen. Aber was sind die Auswirkungen?

Zunächst verengen sich die Blutgefäße in den Armen und Beinen, wodurch die Durchblutung verlangsamt wird. Folglich verliert der Körper weniger Wärme und lenkt mehr Blut in Richtung Körperstamm. Dieser überlebenswichtige Vorgang sorgt dafür, dass die Organe wie das Herz, die Lunge und das Gehirn mit ausreichend Sauerstoff versorgt und warm gehalten werden. Durch die Abnahme des Blutflusses in den Extremitäten kommt es jedoch zu lokalen Erfrierungen an den Fingern und Zehen. Denn sobald der Körper mehr Wärme abgibt, als er produzieren kann, sinkt die Körpertemperatur.

Das Ausmaß des Kälteschadens ist von der Dauer der Einwirkung und der Temperatur abhängig.

Aber was kannst du tun, um dich zu schützen?

5 Dinge, die mit deinem Körper unter Einfluss von Kälte passieren können

a) Bei geringen Erfrierungen werden deine Finger oder Zehen ein wenig taub und fangen an zu kribbeln. In dem Fall kannst du der scheinbaren "Gefühlslosigkeit", den Schmerzen und der Hautblässe entgegenwirken, wenn du die Haut so schnell wie möglich wieder erwärmst.

b) Sollten durch die Kälteschäden aber bereits irreparable Schäden wie Blasen und schwarz-bläuliche Verfärbungen erkennbar sein, so solltest du umgehend einen Arzt konsultieren. Nur eine medizinische Versorgung kann die Auswirkungen eingrenzen.

Warum du eigentlich zu zittern beginnst, liest du auf der nächsten Seite.

5 Dinge, die mit deinem Körper unter Einfluss von Kälte passieren können

2. Zittern

Manchmal zittert dein Körper in den unpassendsten Momenten - zum Beispiel dann, wenn du deine heiße Schokolade vom Kaffeetisch nimmst und dabei etwas auf deine neue Couch oder auf die Tastatur deines Laptops verschüttest.

Obwohl das Zittern nervig ist, erweist es sich als gelungener Schutzmechanismus des Körpers vor Kälte. So ist es ein Zeichen dafür, dass du während der Winterzeit vielleicht doch einmal die Heizung aufdrehen solltest.

Wenn sich dein Körper weiter abkühlt, dann könntest du dich ernsthaft erkälten - also schnapp dir eine kuschelige Decke oder drehe die Heizung höher.

Was mit deinem Körper passiert, wenn du das Zittern zu lange ignorierst, liest du auf der nächsten Seite.

5 Dinge, die mit deinem Körper unter Einfluss von Kälte passieren können

3. Unterkühlung 

Wenn dein Körper über längere Zeit mehr Wärme abgibt, als er produziert, dann sinkt die Körpertemperatur auf unter 36 Grad Celsius und der Stoffwechsel verlangsamt sich. Dies passiert häufig bei Bergunfällen oder im kalten Wasser. Aber was sind die Anzeichen?

Zunächst wird das Zittern unkontrollierbarer, worauf eine zunehmende Desorientierung, Erschöpfung, langsame Atmung und Reflexausfälle folgen. Es sollte umgehend ein Arzt verständigt werden, um eine schnelle Behandlung zu gewährleisten, da es sich hierbei um einen lebensbedrohlichen Zustand handelt.

Als Maßnahmen sollten der betroffenen Person warme und trockene Kleidung sowie gezuckerte Getränke gebracht werden. Auf eine Wiedererwärmung ohne ärztliche Aufsicht sollte verzichtet werden, denn diese richtet sich nach der Körpertemperatur und der Schwere der Unterkühlung. Dabei wird der Körper schonend erwärmt, sodass das kalte Blut aus den Armen und Beinen nicht in den zentralen Kreislauf gelangt und folglich Kreislaufbeschwerden verursacht.

5 Dinge, die mit deinem Körper unter Einfluss von Kälte passieren können

4. Kopfschmerzen

Kurze Tage, klirrende Kälte, lange Nächte - während dies für einige Menschen romantisch ist, reagieren andere mit Kopfschmerzen. Verantwortlich hierfür ist der nasskalte Wind, der bei niedrigen Temperaturen zur Verkrampfung der Kopfmuskulatur führt. 

Solltest du empfindlich auf Kälte reagieren, dann kann eine Mütze oder eine andere Kopfbedeckung für die notwendige Wärme sorgen. Außerdem ist es wichtig, dass du Temperaturschwankungen weitestgehend vermeidest - meistens sind die Kopfschmerzen auch nur von kurzer Dauer. Sollte dies nicht der Fall sein, dann helfen rezeptfreie Schmerzmittel aus der Apotheke.

Warum insbesondere Asthmatiker bei Kälte aufpassen sollten, liest du auf der nächsten Seite.

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5. Atemnot

Die kalte, trockene Luft kann zu Lungenentzündungen führen - insbesondere bei Menschen mit Asthma und Bronchitis. Es sollte ein Arzt konsultiert werden, wenn du plötzlich Atemnot sowie Schmerzen in der Brust oder Übelkeit verspürst, da dies zu einem Herzinfarkt führen kann.

Und einen Vorteil hat Kälte aber doch: Obwohl ein zitternder Spaziergang zum Büro nicht dein tägliches Winter-Training ersetzt, erhöht sich dein Kalorienverbrauch. Wieso? Dein Körper verbraucht Energie, wenn er die Körpertemperatur beibehalten will.

Dennoch gilt: Spinne lieber eine Runde mehr im Fitnessstudio und trage warme Sachen, bevor du dir eine Erkältung einfängst und die nächsten Tage nicht mehr das Bett verlassen kannst - wobei sich das ja bei grauen Wintertagen anbietet.