Die gefährlichsten Seen der Welt
Wenn es im Urlaub richtig heiß ist, möchte man einfach nur in den nächstbesten See springen. Warum das nicht immer eine gute Idee ist, zeigen wir dir heute.
Das du nicht aus allen Flüssen und Seen trinken solltest, die dir begegnen, ist dir wahrscheinlich bewusst. Doch wusstest du, dass es auch einige Seen gibt, in denen du lieber nicht schwimmen solltest? In dem scheinbar harmlos wirkenden kühlen Nass können dir jede Menge Gefahren begegnen, die du unter Umständen erst bemerkst, wenn es schon zu spät ist. In diesem Artikel stellen wir dir deshalb die gefährlichsten Seen der Welt vor, also schnapp’ dir deine Badekleidung (oder lieber nicht) und los geht’s!
#10 USA: Mono-See
Früher war der Mono-See eine Trinkwasserquelle für die Stadt Los Angeles. Das führte dazu, dass der Wasserpegel immer weiter sank. In der Folge stiegen der prozentuale Salzgehalt und somit auch der pH-Wert. Insgesamt enthält er etwa doppelt so viel Salz wie Meerwasser. Aus diesem Grund ist der See für die meisten Lebewesen nicht bewohnbar. Bis auf einige spezielle Arten wirst du hier also vor allem trostlose Leere sehen. Auch für den Menschen kann der Kontakt mit dem Wasser ungesund sein. Am besten genießt du die eindrucksvolle Kulisse also, ohne dem Wasser zu nahe zu kommen.
#9 USA: Jacob’s Well
Wenn du auf klares Wasser stehst, wird dir Jacob’s Well garantiert gefallen. Zugegeben, wenn du dich nur ein bisschen abkühlen möchtest, stellt der See nur eine geringe Gefahr für dich dar. Kompliziert wird es erst, wenn du tauchen möchtest. Aufgrund der vielen unterirdischen Höhlen und Verzweigungen ist dieser Spot ein beliebter Ort für diverse Abenteurer, doch die Gitter vor den Höhleneingängen sind dort nicht ohne Grund. Mehrere Taucher sind bereits gestorben, weil sie die Orientierung verloren und nicht mehr schnell genug an die Oberfläche kamen.
#8 Bahamas: Dean’s Blue Hole
Auch Dean’s Blue Hole ist optisch gesehen ein Paradies für Touristen. Das ist aber noch nicht alles, denn wer die richtige Ausrüstung hat, kann in die 180 Meter tiefe Höhle abtauchen – allerdings auch nicht ganz ohne Gefahr. Abgesehen davon, dass du mit nur einer falschen Bewegung die schönen geographischen Unterwassergebilde zerstören könntest, gibt es eine Schicht aus Bakterien, die jede Menge Schwefelwasserstoff enthält. In diesem Bereich solltest du dich nicht länger als nötig aufhalten, sonst kann es zu gesundheitlichen Problemen kommen. Allgemein empfiehlt sich ein Tauchausflug nur in Begleitung eines Profis, der sich in Dean’s Blue Hole auskennt.
#7 Ägypten: Blue Hole
Mindestens 150 Tote wollten ursprünglich im Blue Hole einfach nur einen spannenden Tauchgang genießen. Gerade wegen dem Tunnel, der wunderschön beleuchtet wird, wenn die Sonne richtig steht. Diese Schönheit verleitet viele Taucher dazu, unverantwortlich zu handeln und noch tiefer zu tauchen. Durch die Druckverhältnisse entsteht dann der sogenannte Tiefenrausch. Das Nervensystem wird gestört, was erst zu Glücksgefühlen und anschließend zu Panik führt. Wer dann nicht schnell einen Weg an die Oberfläche findet, was durch den Tunnel erschwert wird, wird das Ufer nie wieder sehen.
#6 Ruanda: Kivu-See
Unter der Wasseroberfläche des Kivu-Sees sind riesige Mengen an Kohlendioxid und Methan gespeichert. Das klingt für potentielle Badegäste schon gar nicht mal so verlockend. Schlimmer wird es noch, wenn du dir bewusst wirst, was für Folgen diese Chemikalien haben können. Ein Vulkanausbruch oder Erdbeben können eine Kettenreaktion auslösen, die in einer Naturkatastrophe endet. Wer die Gase einatmet, die in einem solchen Fall freigesetzt werden würden, würde innerhalb kürzester Zeit qualvoll ersticken. Eine solche Katastrophe forderte 1986 in Kamerun eine vierstellige Zahl an Opfern.
#5 Tansania: Victoriasee
Der Victoriasee gilt nicht ohne Grund als einer der gefährlichsten Gewässer der Welt. Pro Jahr fordert er im Schnitt 5.000 Tote. Die größte Gefahr stellen hier extreme Stürme dar, denen regelmäßig einheimische Fischer zum Opfer fallen. Durch ein Frühwarnsystem, das 2017 eingeführt wurde, soll diese Gefahr gemindert werden. Das ist aber noch nicht alles, denn alle angrenzenden Länder leiten ihr Abwasser in den See, wodurch er stark verschmutzt ist. Ein Badeparadies ist er somit also definitiv unter keinen Umständen.
#4 USA: Horseshoe Lake
Der Name klingt vielleicht ganz witzig, ein Badeausflug zu diesem See ist jedoch das Gegenteil. Zwar ist die Aussicht atemberaubend, gerade wenn die Sonne das Wasser zum Leuchten bringt und der Blick auf die umliegenden Berge frei ist, allerdings gibt es einen Grund, warum um den Horseshoe Lake herum keine Vegetation vorhanden ist. Als Folge mehrerer Erdbeben trat hier Kohlendioxid frei und verseuchte den Boden. Auch heute noch besteht durch die Gase eine große Gefahr, also solltest du dem Gewässer lieber nicht zu nahe kommen.
#3 Karibik: Kochender See
Beim Kochenden See ist der Name Programm. Würdest du hier nach Abkühlung suchen, wäre eher das Gegenteil der Fall und du wärst innerhalb kürzester Zeit gar. Das Wasser ist hier so heiß, dass Blasen aufsteigen. Diese geben giftige Gase frei, die du auf keinen Fall einatmen solltest. Teilweise sind hier bis zu 200 Grad Celsius möglich und selbst an kühleren Tagen ist die Temperatur noch immer unerträglich für den Menschen. Am besten machst du also einen großen Umweg um diesen See und betrachtest ihn nur aus der Ferne.
#2 USA: Lake of the Ozarks
Ursprünglich wurde dieser Stausee angelegt, um Strom zu erzeugen. Mit der Zeit wurde der Lake of the Ozarks allerdings zu einem beliebten Ziel vieler Touristen. Als wahre Augenweide bietet die Umgebung um ihn herum jede Menge Freizeitaktivitäten. Allerdings hat dieser See auch für Aufsehen gesorgt, vor allem 2024, als eine junge deutsche Touristin nach ihrem Badeausflug im Krankenhaus landete. Grund dafür war ein toxisches Schocksyndrom, ausgelöst durch die Bakterien, die sich im See befinden und in ihrem Tampon gesammelt haben. Das ist aber noch nicht die einzige Gefahr dieses Sees, denn an seinem Ufer fühlen sich einige giftige Schlangen heimisch und auch Piranhas haben in diesem Gewässer ein Zuhause gefunden.
#1 Ural: Karachay-See
Der Karachay-See gilt weltweit als der tödlichste seiner Art – und das nicht ohne Grund. Jahrelang fungierte er als Deponie für Atommüll und ist somit noch bis heute radioaktiv verseucht. Nach einer Nuklearkatastrophe stieg die Strahlung noch einmal deutlich an. Da es tausende von Jahren dauert, bis die Strahlung abgebaut wird, reicht auch heute noch nur eine kurze Zeit in der Nähe des Gewässers aus, um tödliche Folgen auszulösen. Aus diesem Grund wurde der See in den 90er Jahren mit einer dicken Betondecke abgedeckt, die allerdings schon wieder zu bröckeln beginnt.