10 Anzeichen, an denen du eine Touristenfalle erkennst
Bist du schon einmal auf eine Touristenfalle hereingefallen? Heute zeigen wir dir, wie du sie wirklich erkennst und vermeidest.
Es ist kein Geheimnis, dass im Moment nahezu alles teurer wird. Selbst für den Urlaub trifft das in vielen Ländern zu. Selbstverständlich ist es dann besonders ärgerlich, wenn man im Nachhinein feststellen muss, dass man Opfer einer Touristenfalle geworden ist. Sei es, weil viel zu viel Geld für eine Attraktion verlangt wurde, das Essen im Restaurant seinen Preis nicht wert war oder man für eine minderwertige Unterkunft überbezahlt hat. In diesem Artikel erfährst du, wie du typische Touristenfallen erkennst und vermeidest, damit du im nächsten Urlaub nicht auf sie hereinfällst.
#1 Aufdringliche Werbung
Vor dem Restaurant steht eine Person, die dich aktiv versucht, zu einem Besuch zu überreden, oder du wirst in der Stadt einfach so angesprochen, damit du eine Aktivität buchst? Dann ist das ein eindeutiges Warnzeichen. Wer so aktiv Werbung machen muss, zielt in den meisten Fällen darauf ab, möglichst viele naive Tourist*innen als Kund*innen zu gewinnen. Grundsätzlich gilt, dass Anbieter*innen, die wirklich eine gute Leistung bringen, keine aggressive Werbung machen müssen, da sie genug Kundschaft haben, die die positive Erfahrung auch weiterträgt.
#2 Typisches Touristenviertel
Es gibt gewisse Gegenden, die sich auf den Tourismus spezialisiert haben. Dort gibt es jede Menge Restaurants, Souvenir-Shops und Ähnliches. Es ist nur natürlich, dass die Preise in diesen Vierteln besonders hoch sind, was jedoch nicht unbedingt für gute Qualität steht. Gerade in der Hauptsaison bemühen sich viele Geschäftsleute, möglichst viele Tourist*innen zu locken. Es lohnt sich also, in der Nebensaison zu verreisen oder für den Restaurantbesuch in einen Teil der Stadt zu gehen, der nicht häufig von Tourist*innen besucht wird.
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#3 Bewertungen
Dank des Internets hast du mittlerweile die Möglichkeit, Bewertungen zu lesen. Hat eine Attraktion nur wenige oder schlechte Bewertungen , ist dies ein eindeutiges Zeichen dafür, dass du nach einer Alternative suchen solltest. Achte dabei auch darauf, ob gute Bewertungen glaubwürdig sind. Hat ein Restaurant beispielsweise viele 5-Sterne-Bewertungen ohne Kommentar oder mit standardisierten Texten wie „Alles prima“, kann dies ein Zeichen dafür sein, dass sie gefaked sind, um den Durchschnitt zu erhöhen. Nimm dir ruhig die Zeit, die Texte auch durchzulesen, um einen genauen Eindruck zu bekommen.
#4 Auffällige Speisekarte
Du hast also ein Restaurant gefunden, das dich anspricht, und schaust in die Speisekarte. Schau dir zunächst einmal die Preise an. Liegen sie in einem akzeptablen Rahmen oder scheinen sie dir überteuert? Natürlich gibt es lokale Unterschiede bei den Preisen, dennoch kannst du dich ruhig auf dein Bauchgefühl verlassen. Scheint dir ein Preis zu hoch, ist er das in vielen Fällen auch, wenn du eine gewisse Ahnung von den Preisverhältnissen deines Urlaubsortes hast. Ein weiteres Warnzeichen sind Speisekarten, die ungewöhnlich viele Gerichte enthalten und in viele Sprachen übersetzt wurden.
#5 Von Einheimischen gemieden
Es gibt Restaurants, die voll von Touristen sind, aber nicht eine einheimische Person als Kund*in begrüßen dürfen. Dies deutet darauf hin, dass das Essen hier nicht so gut ist oder die Preise überteuert sind. Traue dich ruhig auch mal, Einheimische anzusprechen, denn sie können dir meist die besten Tipps geben, wo sich ein Besuch lohnt und wo nicht. Das gilt häufig auch für Attraktionen. Zudem können sie dir Tipps geben, zu welchen Zeiten es eher überfüllt ist. Sie sind sozusagen die Profis ihres Ortes und freuen sich oft auch, dir helfen zu können.
#6 Die Taxifalle
Du benötigst ein Taxi, um von A nach B zu kommen? Dann achte genau darauf, zu wem du ins Taxi steigst. Wird dir mitgeteilt, dass das Taxameter kaputt ist, lehne dankend ab, denn dann wird es für dich meist richtig teuer. Hilfreich ist zudem, so zu tun, als würdest du dich in der Gegend auskennen. Dann traut sich deine Fahrer*in nicht, unnötige Umwege zu fahren. Du kannst die Strecke auch im Voraus recherchieren, um Umwege zu erkennen. Auch die Nutzung von Fahrdiensten wie Uber oder Lyft kann helfen, überteuerte Fahrten zu vermeiden. Gleichzeitig hättest du dann gleich jemanden zur Hand, der dir wertvolle Tipps geben kann.
#7 Versteckte Kosten
Es gibt Attraktionen, die mit freiem oder vergünstigtem Eintritt werben. Hier solltest du besonders vorsichtig sein, denn häufig gibt es dann versteckte Kosten, beispielsweise für das Schießen von Fotos oder den Zutritt zu bestimmten Ausstellungen. Selbst der Toilettenbesuch kann hier zu einer finanziellen Belastung werden. Lass dich nicht blind auf solche Angebote ein, sondern nutze auch hier die Möglichkeit der Internetrecherche, damit du keine böse Überraschung erlebst. Bewertungen und die Website der Attraktion können dir hier als wertvolle Quellen dienen.
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#8 Unerwartete Geschenke
Vielleicht kennst du das auch von hier: Am Bahnhof wird dir von einer scheinbar netten Dame eine Rose in die Hand gedrückt und plötzlich sollst du dafür bezahlen. Dies ist eine gängige Masche in Urlaubsorten, mit der Tourist*innen Geld aus der Tasche gezogen werden sollen. Neben der Rose gibt es noch tausend andere vermeintliche Geschenke wie beispielsweise Ballons für deine Kinder. Manchmal tut jemand auch so, als wolle er dich begrüßen, und streift dir dabei ein Armband über, das du nicht mehr abbekommst und dann bezahlen musst. Nimm also keine fremden Geschenke an und vermeide Händeschütteln und Umarmungen mit Unbekannten. Bringe auch deinen Kindern diese Verhaltensweisen bei, damit sie nicht an deiner Stelle in die Falle gelockt werden.
#9 Bankautomaten
Grundsätzlich solltest du an Bankautomaten immer vorsichtig sein, vor allem, wenn sie nicht in einer offiziellen Einrichtung wie einer Bank stehen. Neben manipulierten Geräten , die deine Karte einbehalten oder sich die PIN merken, gibt es noch andere Maschen. Beispielsweise kommt jemand und bietet dir Hilfe an. Dies wird meistens genutzt, um das Bargeld im richtigen Moment schnell zu entwenden oder die PIN auszuspähen und am Ende die Karte mitgehen zu lassen. Nutze lieber die Hilfe eines Übersetzers statt die einer fremden Person.
#10 Souvenirs
An Touristenorten werden an jeder Ecke Souvenirs verkauft. Auch hier ist besondere Vorsicht geboten. Grundsätzlich solltest du auf offener Straße keine Souvenirs kaufen, sondern nur in richtigen Geschäften . Doch auch da solltest du vorsichtig sein. Oft lohnt sich ein Preisvergleich mit anderen Geschäften. Die besten Souvenirs findest du jedoch sowieso meistens in kleinen, unscheinbaren Werkstätten, die nicht durch bunte Werbeschilder auf sich aufmerksam machen müssen. Hier kannst du dir ziemlich sicher sein, dass die Artikel mit Liebe gemacht sind und ihr Geld wert sind.