Blaualgen in Badeseen: Wie gefährlich sind sie wirklich?

Im Sommer warnen die Gesundheitsämter immer wieder vor Blaualgen in Badeseen. Aber wie gefährlich sind sie wirklich? Wir klären dich auf!

Im Sommer werden einige Badeseen gesperrt, weil sie von Blaualgen betroffen sind.
Quelle: IMAGO / localpic

Viele Menschen lieben den Sommer und die damit verbundene Hitze. Kein Wunder also, dass die meisten sich bei den hohen Temperaturen eine kleine Abkühlung an den nächstgelegenen Badeseen verschaffen wollen. Doch nicht immer sind sie erfolgreich. Manchmal ist der See vom Gesundheitsamt aufgrund von Blaualgen gesperrt. Doch wie gefährlich sind diese Blaualgen eigentlich wirklich und wie entstehen sie überhaupt?

Auf den nächsten Seiten klären wir dich darüber auf!

Blaualgen sind keine richtigen Pflanzen, sondern Cyanobakterien.
Quelle: IMAGO / blickwinkel

Was sind Blaualgen und wie entstehen sie?

Du dachtest immer, dass es sich bei Blaualgen um richtige Pflanzen handelt? Das ist ein Irrtum! Blaualgen sind nichts anderes als Bakterien und gehören zu den sogenannten Cyanobakterien. Den Namen haben sie bekommen, da einige von ihnen einen grünlich-blauen Farbstoff enthalten. 

Vor allem im Hochsommer entstehen die Blaugrünen Bakterien in Seen, Flüssen, aber auch im Meer. Hohe Temperaturen, viel direkte Sonne und wenig Wind begünstigen das Wachstum der fiesen Bakterien.

Apropos fies: Auf der nächsten Seite verraten wir dir, wie gefährlich Blaualgen sind!

Brenzlich wird es erst, wenn du eine Art „Blaualgen-Teppich" im Gewässer erkennen kannst.
Quelle: IMAGO / Andreas Gora

So gefährlich sind Blaualgen wirklich

Du hattest schon Panik, dass du keinen Fuß mehr in ein Gewässer setzen darfst, sobald du Blaualgen erblickst? Dann können wir dich beruhigen. Nicht alle Blaualgen sind gefährlich! Einige von ihnen produzieren jedoch Giftstoffe, die vor allem für Kinder, Schwangere und Menschen mit einem schwachen Immunsystem gefährlich werden können. Brenzlich wird es also erst, wenn ein explosionsartiger Wachstum der Cyanobakterien auftritt, den man an einer Art „Blaualgen-Teppich" erkennen kann. Wenn du in Kontakt mit den Bakterien kommst, kannst du deine Haut und Schleimhäute reizen. Beim Verschlucken kann es zu akuten Magen-Darm-Beschwerden kommen. Ebenso können die Bakterien auch Bindehautentzündungen auslösen und die Leber schädigen.

Auch deine Vierbeiner solltest du von Gewässern fernhalten, die eine grünliche Wasserfärbung und einen muffigen Geruch aufweisen. Denn wenn dein Hund das mit Bakterien befallene Wasser trinkt, kann es für ihn in kurzer Zeit lebensbedrohlich werden. 

Doch wie kann man sich vor Blaualgen schützen? Das erfährst du auf der nächsten Seite!

Wenn ein See ein Badeverbot aufweist, solltest du dich daran halten.
Quelle: IMAGO / localpic

So kannst du dich vor Blaualgen schützen

Falls du schon dachtest, dass du dich lieber von Badeseen fernhalten solltest, kommt hier die Entwarnung. Offizielle Badestellen überprüfen regelmäßig die Qualität des Wassers. Zudem hält die Karte des Umweltbundesamts die jeweilige Wasserqualität der Badeseen fest. Außerdem solltest du darauf vertrauen, wenn es an deinem See des Vertrauens im Fall der Fälle ein Badeverbot gibt. Allgemein solltest du auch darauf verzichten, beim Baden das Wasser zu trinken. Ebenso kannst du dir einen Grundsatz gut merken: Je tiefer ein See ist, umso geringer ist das Risiko einer Blaualgenplage.

Auch nach dem Baden solltest du allgemein einige Vorkehrungen treffen. Dazu gehören das gründliche Abduschen und das Wechseln der Badebekleidung. 

Solltest du doch nach dem Planschen irgendwelche Beschwerden haben, dann solltest du vorsichtshalber einen Arzt aufsuchen. 

Theoretisch könntest du auch auf etwas anderes am Strand stoßen – etwas Wertvolles:

Ambra kommt in nur einem Prozent der Pottwale vor.
Quelle: IMAGO / Nature Picture Library

Warum man mit Walkotze Geld machen kann

Es kommt zwar selten vor, aber hin und wieder stoßen Fischer auf etwas Ungewöhnliches: Walkotze. Sie ist zwar ziemlich unscheinbar, riecht dafür aber bestialisch. Jetzt fragst du dich sicherlich, was daran so besonders sein soll. Ganz einfach: Das Ausscheidungsprodukt wird in der Parfümherstellung verwendet. Ja, richtig gelesen! Im Fachjargon wird Walkotze als Ambra bezeichnet, das in nur einem Prozent der Pottwale vorkommt. Dabei handelt es sich um ein Stoffwechsel-Zwischenprodukt mit einer wachsartigen Konsistenz, das anfangs nach Fäkalien stinkt. Mit der Zeit verwandelt sich der ekelhafte Gestank allerdings in einen wohlriechenden Duft. Wer auf die Substanz trifft, kann damit bis zu 1,5 Millionen Euro machen. Falls du jetzt also denkst, wenn du auf die Suche danach gehst, das große Geld machen zu können, müssen wir dich leider enttäuschen. Es kommt in den seltensten Fällen vor, dass du am Strand ausgerechnet auf das Ausscheidungsprodukt stößt. Oftmals wird Walkotze nämlich mit Produkten aus Erdöl oder anderen Schadstoffen verwechselt.