Das sind die seltsamsten Denkmäler der Welt
Von skurril bis bizarr: Diese Denkmäler auf der ganzen Welt sind teilweise wirklich ziemlich verwirrend. Doch wofür sind sie da?
Die Welt steckt voller Denkmäler: Manche ehrwürdig, manche schlicht beeindruckend, und dann gibt es noch die richtig seltsamen Exemplare.
#1 Spot!, Manhattan, New York City, USA
Wenn du Hunde liebst, lohnt sich ein Besuch in New York City bei „Spot!“, einem riesigen 30-Fuß-Dalmatiner, der ein echtes Yellow Cab auf seiner Nase balanciert. Die Skulptur steht vor dem Hassenfeld-Kinderkrankenhaus und soll Kindern beim Betreten der Klinik ein Lächeln schenken. Der Künstler Donald Lipski ließ sich dabei von Spielzeugideen inspirieren. Das ist ziemlich passend, denn die Familie, nach der das Krankenhaus benannt ist, gründete auch Hasbro. Es ist zwar ein Kunstwerk, das Taxi auf ihrem Kopf ist jedoch ein echter Toyota Prius, gespendet von der Firma. Bei der Enthüllung der Statue im Regen funktionierten sogar die Scheibenwischer.
#2 The Traveler, Orlando International Airport, Orlando, USA
Schon direkt nach der Ankunft in Orlando kannst du die lokale Kunstszene entdecken – noch bevor du dein Gate erreichst. „The Traveler“ wirkt auf den ersten Blick wie ein müder Passagier, doch bei genauerem Hinsehen erkennst du die hyperrealistische Skulptur des Floridianers Duane Hanson. Sie zeigt einen schlafenden Mann aus den 1980ern und hinterlässt wegen ihrer Detailtreue ein leicht unheimliches Gefühl: Hanson nutzte echte Abgüsse von Menschen, echtes Haar, Kleidung und Accessoires. Heute steht er in einer Vitrine auf Ebene 3 des Hauptterminals des MCO. Ursprünglich war er in der Nähe einer Bar platziert, doch die jahrelange Interaktion mit Passant*innen hat Spuren hinterlassen.
#3 Maman, Ottawa, Kanada
Wenn du Angst vor Spinnen hast, könnte ein Besuch in der National Gallery of Canada eine Herausforderung sein. Dort steht die berühmte Skulptur „Spinne“ der französischen Künstlerin Louise Bourgeois. Die riesige, spindeldürre Gestalt aus Edelstahl und Bronze ist eine Hommage an Bourgeois’ Mutter, die als Wandteppichweberin arbeitete. Ihr Symbol: 32 Marmoreier im Brustkorb, die genährt und beschützt werden. Obwohl es mehrere Versionen dieser Skulptur gibt, befindet sich das Original aus Edelstahl in der Tate Modern in London. Die imposante Figur fasziniert durch ihre Kombination aus Schönheit, Bedrohlichkeit und emotionaler Tiefe und ist eines der bekanntesten Werke der modernen Kunst.
#4 Der wütende Junge, Oslo, Norwegen
Wenn du in Oslo bist, darf ein Besuch im Vigeland-Skulpturenpark auf keinen Fall fehlen. Dort findest du jede Menge verrückter Statuen, die bekannteste ist „The Angry Boy“. Wie der Name verrät, zeigt die Skulptur ein wütendes, nacktes Baby, das mit geballten Fäusten stampft und eine frustrierte Grimasse zieht. Kein Wunder, dass es zum inoffiziellen Maskottchen der Stadt geworden ist. Witzig: Berührt man die linke Hand des „Angry Boy“, soll das Glück bringen. Durch dieses Ritual ist die Hand im Laufe der Jahre so poliert worden, dass sie sogar glänzt und sich deutlich vom Rest der Bronze abhebt.
#5 Der Appenin-Koloss, Toskana, Italien
Der aus Stein gehauene Appenin-Koloss ist beeindruckende 35 Fuß hoch und hat sogar einen Bart aus echten Stalaktiten. Im 16. Jahrhundert schuf der flämische Bildhauer Jehan Boulougne diese Statue als Personifizierung des Apennin. Ursprünglich floss tatsächlich Wasser aus dem Mund der Figur, und im Inneren gab es eine Feuerstelle, aus deren Nasenlöchern Rauch aufstieg. Heute kannst du immer noch ins Innere schauen und kleinere Skulpturen in Räumen mit Muschelmosaiken entdecken.
#6 Fremont Troll, Seattle, USA
Der Fremont Troll ist eines der bekanntesten Wahrzeichen Seattles und thront unter der George Washington Memorial Bridge. 1990 erschufen ihn vier Künstler im Rahmen eines städtischen Wettbewerbs, der damals eine „feindliche“ Statue forderte, um Obdachlose davon abzuhalten, unter der Brücke zu schlafen. Heute ist der Troll zwar immer noch etwas ungewöhnlich, gilt aber als kulturelles Symbol der Gemeinde. In seiner Hand hält der Troll einen tatsächlich echten Volkswagen Käfer. Ursprünglich war darin eine Zeitkapsel versteckt, die leider gestohlen wurde.
#7 Brown-Nosers, Prag, Tschechien
David Černý gilt als einer der provokantesten zeitgenössischen Künstler Tschechiens. In Prag lassen sich seine Skulpturen kaum übersehen – sie tauchen in Parks, an Brücken und öffentlichen Plätzen auf und sorgen regelmäßig für Diskussionen. Im kleinen Garten der Galerie Futura steht etwa seine Installation „Brown-Nosers“ (Braun-Nasen), die Politiker*innen und Bürokrat*innen satirisch kritisiert. Wer die Leiter hinaufklettert und in die Skulptur hineinschaut, erlebt seinen provokanten Humor hautnah.
#8 Die Gabel, Vevey, Schweiz
Die riesige Gabel im Genfer See vor dem Alimentarium in Vevey ist nicht nur ein Kunstwerk, sondern auch ein echtes Wahrzeichen. Mit einer Höhe von mehreren Metern und einem Gewicht von rund 450 Kilogramm aus rostfreiem Stahl zieht sie Besucher*innen aus aller Welt an. Das Objekt ist fest in der Landschaft verankert und symbolisiert die kulinarische Kultur der Region, passend zum Alimentarium, dem weltweit ersten Lebensmittelmuseum.
#9 Kindlifresserbrunnen oder Der Kinderfresser von Bern, Bern, Schweiz
Der Brunnen auf dem Kornhausplatz in Bern sorgt seit Jahrhunderten für Gesprächsstoff. Über die genaue Bedeutung des markanten Brunnens gibt es zahlreiche Theorien: Manche sehen darin ein Bildnis des griechischen Erntegottes Kronos, andere vermuten, dass es sich um eine fiktive oder symbolische Darstellung handelt. Fest steht: Die Figur hat die Berner Kinder über Generationen hinweg fasziniert und teilweise auch erschreckt.
#10 Monsterpark, Viterbo, Italien
Die Gärten von Bomarzo in Viterbo, nördlich von Rom, sind von üppiger, natürlicher Vegetation umgeben und beherbergen Dutzende bizarrer Skulpturen aus dem 16. Jahrhundert. Die seltsamen Figuren, beispielsweise Fabelwesen oder eher gruselige Kreaturen, machen den Park zu einem einzigartigen Ausflugsziel für Besucher*innen. Wegen seiner zahlreichen monströsen Skulpturen wird die Anlage auch „Bomarzo Monsterpark“ genannt.