Reisen 2026: Aktuelle Gefahrenlagen und Regionen im Überblick

Wer Urlaub im Ausland plant, sollte – auch für Zwischenlandungen – immer die aktuellen auf aktuelle Reisewarnungen achten.

Das auswärtige Amt warnt vor Reisen in Krisenregionen.
Quelle: IMAGO / Christian Spicker

Das auswärtige Amt informiert, in welchen Ländern deutsche Tourist*innen bei Reisen oder Durchreisen 2026 achtsam sein müssen, da hier mit erhöhter Wahrscheinlichkeit Gefahren drohen.

Allgemein mahnt das AM auf seiner Website zu besonderer Achtsamkeit in Zeiten des internationalen Terrorismus vor speziellen Orten in sogenannten Krisenregionen: „Als mögliche Anschlagsziele kommen besonders Orte mit Symbolcharakter in Frage. Dazu gehören bekannte Sehenswürdigkeiten, Regierungs- und Verwaltungsgebäude, Verkehrsinfrastruktur (insbesondere Flugzeuge, Bahnen, Schiffe, Busse), Wirtschafts- und Tourismuszentren, Hotels, Märkte, religiöse Versammlungsstätten sowie generell größere Menschenansammlungen.“ Doch auch für beliebte Urlaubsorte können spezielle Warnungen ausgesprochen werden. In diesem Artikel halten wir dich mit aktuellen offiziellen Reisewarnungen auf dem Laufenden. 

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Viele Reedereien passen ihre Kreuzfahrtrouten an.
Quelle: IMAGO / localpic

Stillstand im Orient: Reedereien passen Kreuzfahrtrouten an 

Was Ende Februar 2026 als punktuelle Vorsichtsmaßnahme begann, hat sich zu einer historischen Absagewelle in der Kreuzfahrtindustrie ausgeweitet. Aufgrund der massiven militärischen Eskalation zwischen Israel und dem Iran sowie der Sperrung strategischer Seewege, wie der Straße von Hormus, saßen Tausende Passagier*innen zeitweise in den Häfen des Persischen Golfs fest.

Die großen Branchenriesen reagierten konsequent: AIDA, TUI Cruises und MSC Cruises strichen sämtliche Orient-Routen für das Frühjahr 2026. Anfang April folgte die Reederei Celestyal Cruises, die alle Fahrten der „Celestyal Discovery“ und „Celestyal Journey“ ersatzlos aus dem Programm nahm. Besonders drastisch sind die langfristigen Konsequenzen: Um Planungssicherheit zu schaffen, wurde bereits jetzt das Programm für die gesamte Wintersaison 2026/2027 neu geordnet. Ein prominentes Beispiel ist die „MSC World Europa“, die die Golfregion komplett verlässt und stattdessen Kurs auf die Karibik nimmt. Für Reisende bedeutet dies: Der Orient ist als sicheres Zielgebiet vorerst von der Seekarte verschwunden.

Reisende, die einen Trip auf den Inselstaat im Indischen Ozean planen, müssen sich Ende März auf schwierige Bedingungen einstellen.
Quelle: IMAGO / imagebroker

#1 Sri Lanka 

Reisende, die einen Trip auf den Inselstaat im Indischen Ozean planen, müssen sich Ende März 2026 auf schwierige Bedingungen einstellen. Zwar bleibt die Region von direkten politischen Konflikten in anderen Weltteilen verschont, doch die indirekten Folgen sind deutlich spürbar. Vor allem der internationale Flugverkehr leidet unter gesperrten Lufträumen und gestörten Verbindungen über die großen Flughäfen am Golf.

Noch massiver sind jedoch die Probleme vor Ort. Die Regierung hat am 15. März 2026 offiziell mit der Rationierung von Kraftstoffen begonnen. Für Tourist*innen bedeutet dies, dass Rundreisen durch das Land deutlich komplizierter werden könnten. Expert*innen schließen zudem nicht aus, dass es bald zu weiteren Knappheiten bei wichtigen Gütern wie Lebensmitteln, Medikamenten oder Kohle kommen könnte.

Um Energie zu sparen, wurden bereits drastische Maßnahmen im öffentlichen Raum ergriffen:

  • Beleuchtungseinschränkungen: Werbetafeln und Straßenlaternen werden ab 21:00 Uhr abgeschaltet (außer in Sicherheitszonen).
  • Energiesparmodus im öffentlichen Raum: In staatlichen Gebäuden wird die Nutzung von Klimaanlagen massiv reduziert.

Regierungsvertreter Nalinda Jayatissa betonte die Notwendigkeit dieser Schritte, um die nationale Versorgung zu stabilisieren. Urlauber*innen sollten sich vorab genau über die aktuelle Lage informieren und flexibel bleiben.

Welche Reisewarnungen und Einschränkungen gelten für Ägypten?
Quelle: IMAGO / Zoonar

#2 Ägypten

Trotz seiner zeitlosen Attraktionen durch die Pyramiden von Gizeh und das Rote Meer verlangt Ägypten Urlauber*innen in diesem Frühjahr eine angepasste Reiseplanung ab. Hintergrund ist eine massive Wirtschaftskrise, ausgelöst durch den Nahost-Konflikt sowie fast verdreifachte Gaspreise. Um Energie zu sparen und Devisen zu sichern, hat die Regierung spürbare Maßnahmen ergriffen. Die erste Änderung betrifft das Budget: Seit März 2026 kostet das „Visum on Arrival“ 30 US-Dollar (ca. 26 Euro) statt bisher 25 US-Dollar. Wer diese Erhöhung umgehen und Wartezeiten am Flughafen verkürzen möchte, sollte auf das elektronische E-Visum ausweichen, das weiterhin für 25 US-Dollar erhältlich ist. 

Auch der Alltag vor Ort ändert sich: Ab dem 28. März 2026 greifen landesweite Sperrstunden. Geschäfte und Restaurants müssen bereits um 21:00 Uhr schließen (donnerstags und freitags um 22:00 Uhr). Diese Sparmaßnahmen gelten mindestens einen Monat lang und betreffen auch Tourismus-Hotspots wie Hurghada und Sharm El Sheikh. Zusätzlich wird die öffentliche Beleuchtung reduziert.

Trotz dieser Einschränkungen bleibt das Land grundsätzlich bereisbar. Während für den Norden der Sinai-Halbinsel und das israelische Grenzgebiet (außer Taba) Reisewarnungen bestehen, sind die beliebten Badeorte am Roten Meer davon nicht betroffen. Reisende sollten sich jedoch vorab über lokale Einschränkungen informieren, um nicht von den neuen Schließzeiten oder Kosten überrascht zu werden.

Für Dubai besteht im März 2026 eine Reisewarnung.
Quelle: IMAGO / imagebroker

#3 Vereinigte Arabische Emirate

Für die Vereinigten Arabischen Emirate, zu denen auch das Emirat Dubai gehört, besteht im März 2026 eine Reisewarnung. Hintergrund ist die stark angespannte Sicherheitslage im Nahen Osten nach militärischen Angriffen der USA und Israels auf den Iran und möglichen Gegenreaktionen in der Region. In diesem Zusammenhang kam es auch in Dubai zu Zwischenfällen, etwa einer Explosion auf der künstlichen Insel Palm Jumeirah sowie abgefangenen Raketen und Drohnen aus dem Iran, deren Trümmer teilweise in den Emiraten niedergegangen sein sollen. Zudem wurden mehrere Lufträume geschlossen und zahlreiche Flüge gestrichen, wodurch viele Reisende festsaßen. 

Weiterhin besteht eine Reisewarnung im Nahen Osten.
Quelle: IMAGO / NurPhoto

Vereinigte Arabische Emirate

Die militärische Eskalation im Nahen Osten sorgt weiterhin für massive Einschränkungen im Reiseverkehr. Während das Auswärtige Amt seine Reisewarnungen auch noch Mitte März 2026 für die gesamte Region (von den VAE bis Jordanien) aufrechterhält, zeichnet sich bei der Rückholung gestrandeter Urlauber*innen ein vorsichtiger Fortschritt ab.

Teilweise Öffnung der Drehkreuze
Die großen Airlines am Golf, Emirates und Etihad, haben den Betrieb in Dubai und Abu Dhabi eingeschränkt wieder aufgenommen. Passagier*innen mit Anschlussflügen werden jedoch nur befördert, wenn die Weiterreise garantiert ist. Auch Qatar Airways nutzt nach offizieller Genehmigung erste begrenzte Korridore. Wichtig für Reisende vor Ort: Die Flughäfen sollten nur nach expliziter Aufforderung durch die Airline aufgesucht werden.

Lufthansa verlängert Flugstopp
Im Gegensatz zu den regionalen Anbietern bleibt die Lufthansa vorsichtig: 

Streichungen: Verbindungen nach Dubai, Abu Dhabi und Amman entfallen mindestens bis zum 15. März. Tel Aviv und Teheran bleiben deutlich länger vom Flugplan gestrichen.
Ausnahmen: Riad und Dschidda werden planmäßig angeflogen. Zudem setzt der Konzern Chartermaschinen für staatliche Rückholaktionen ein.

Kreuzfahrt-Gäste sitzen fest
Nicht nur der Luftraum ist betroffen: Die Schiffe „Mein Schiff 4“ und „Mein Schiff 5“ von TUI liegen derzeit in der Region fest. Betroffen sind gut 5.000 Passagier*innen, deren Evakuierung jedoch bereits läuft. Das Auswärtige Amt rät allen Deutschen vor Ort zur Registrierung in der Krisenliste ELEFAND und zur strikten Befolgung lokaler Sicherheitsanweisungen.

Im März 2026 besteht eine Teilreisewarnung für Thailand, weil es in einigen Regionen Sicherheitsrisiken gibt.
Quelle: IMAGO / Zoonar

#4 Thailand

Im März 2026 besteht eine Teilreisewarnung für Thailand, weil es in einigen Regionen Sicherheitsrisiken gibt. Besonders betroffen ist das Grenzgebiet zu Kambodscha, wo es in den vergangenen Monaten zu militärischen Auseinandersetzungen zwischen thailändischen und kambodschanischen Streitkräften gekommen ist. Dabei wurden unter anderem Artillerie und andere Waffen eingesetzt, weshalb Reisende die Region meiden sollen. Auch in den südlichen Provinzen nahe der Grenze zu Malaysia kommt es immer wieder zu Gewalt durch separatistische Gruppen und zu terroristischen Anschlägen. Zusätzlich können politische Spannungen und Demonstrationen die Sicherheitslage kurzfristig verschärfen. Deshalb raten Behörden dazu, bestimmte Regionen nicht zu bereisen und sich vor einer Reise stets über die aktuelle Lage zu informieren.

Im März 2026 besteht für einige Regionen in Japan eine Teilreisewarnung.
Quelle: IMAGO / Zoonar

#5 Japan

Im März 2026 besteht für einige Regionen in Japan eine Teilreisewarnung. Sie betrifft vor allem Gebiete rund um das Kernkraftwerk Fukushima Daiichi im Nordosten der Hauptinsel Honshu. Nach der schweren Nuklearkatastrophe im Jahr 2011, die durch ein starkes Erdbeben und einen Tsunami ausgelöst wurde, sind einige Orte bis heute evakuiert oder nur eingeschränkt zugänglich. In diesen Regionen kann es weiterhin zu Belastungen durch radioaktive Stoffe kommen, weshalb das Auswärtige Amt von Reisen dorthin abrät. Gleichzeitig weist die Behörde darauf hin, dass Japan generell ein erdbebenreiches Land mit aktiven Vulkanen ist, weshalb Naturgefahren möglich sind. Für die meisten anderen Teile Japans, etwa Tokio oder Kyoto, gelten jedoch keine besonderen Reisebeschränkungen.

Im März 2026 rät das Auswärtige Amt von Reisen in bestimmte Gebiete der Philippinen ab.
Quelle: IMAGO / OceanPhoto

#6 Philippinen

Im März 2026 rät das Auswärtige Amt von Reisen in bestimmte Gebiete der Philippinen ab. Besonders betroffen sind die südlichen Inseln Mindanao und die Sulu-Archipel, wo es wiederholt zu Zusammenstößen zwischen Regierungsstreitkräften und bewaffneten Gruppen kommt. Auch die Gefahr von Entführungen bleibt hoch, weshalb Reisende besonders vorsichtig sein sollten. Auf den übrigen Philippinen wird zu erhöhter Wachsamkeit geraten, vor allem in großen Städten wie Manila, wo es zu terroristischen Anschlägen kommen könnte. Reisende werden ermutigt, sich vor Ort mit den Sicherheitskräften in Verbindung zu setzen und stets aktuelle Informationen zu verfolgen, um schnell auf etwaige Bedrohungen reagieren zu können.

Es gilt eine Reisewarnung für Saudi-Arabien.
Quelle: IMAGO / NurPhoto

#7 Saudi-Arabien

Für Saudi-Arabien gilt im März 2026 eine Teilreisewarnung. Die Spannungen in der Region sind aufgrund der anhaltenden Konflikte im Nahen Osten gewachsen, was die Sicherheitslage in Saudi-Arabien beeinflusst hat. Reisenden wird dringend geraten, die Grenzregionen zum Jemen zu meiden, da es dort zu militärischen Auseinandersetzungen kommt. Es gibt Hinweise auf die Gefahr von Drohnen- und Raketenangriffen, die auch die Infrastruktur des Landes betreffen könnten. Besucher sollten Menschenmengen meiden und sich über relevante Sicherheitsmeldungen auf dem Laufenden halten. Städte wie Riad und Dschidda gelten jedoch als verhältnismäßig sicher, solange grundsätzliche Vorsichtsmaßnahmen beachtet werden.

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Im März 2026 gibt es keine allgemeine Reisewarnung für die USA, jedoch wird Reisenden geraten, wachsam zu sein.
Quelle: IMAGO / ZUMA Press Wire

#8 USA

Im März 2026 gibt es keine allgemeine Reisewarnung für die USA, jedoch wird Reisenden geraten, in Großstädten besonders wachsam zu sein. Aufgrund politischer Spannungen und gesellschaftlicher Unruhen kann es zu Demonstrationen und gewaltsamen Ausschreitungen kommen. Besonders Städte wie New York, Los Angeles und Chicago sind davon betroffen. Zudem besteht in einigen Regionen eine erhöhte Naturgefahr durch Hurrikans oder Waldbrände, insbesondere in den Südstaaten und an der Westküste. Reisende sollten lokale Warnhinweise beachten und sich bei Bedarf vor Ort an die Behörden wenden, um über aktuelle Gefahrenlagen informiert zu sein und schnell reagieren zu können.

Für Mexiko besteht im März 2026 eine Teilreisewarnung.
Quelle: IMAGO / Addictive Stock

#9 Mexiko

Für Mexiko besteht im März 2026 eine Teilreisewarnung, die sich auf bestimmte Regionen konzentriert. Gewalttätige Auseinandersetzungen zwischen Drogenkartellen und Sicherheitskräften stellen in einigen Bundesstaaten wie Tamaulipas, Sinaloa und Guerrero ein Risiko dar. Entführungen und Raubüberfälle sind in diesen Gebieten keine Seltenheit. Daher wird Reisenden empfohlen, diese Regionen zu meiden und insbesondere bei Reisen zwischen Städten besondere Vorsicht walten zu lassen. In touristischen Gebieten wie Mexiko-Stadt oder Cancún gelten hingegen weniger strenge Sicherheitsauflagen, jedoch sollte man auch dort achtsam bleiben und sich auf offizielle Hinweise stützen, um sicher zu reisen.

Vor unnötigen Reisen in das Grenzgebiet der Türkei zum Irak und zu Syrien wird abgeraten.
Quelle: IMAGO / Zoonar

#10 Türkei

Anfang März 2026 gilt keine Reisewarnung für die Türkei, es ist jedoch besondere Vorsicht geboten. Denn laut Angaben der Türkei hat die Nato-Luftabwehr eine von Iran abgefeuerte ballistische Rakete abgefangen. Das Auswärtige Amt rät von nicht notwendigen Reisen in das Grenzgebiet der Türkei zum Irak und zu Syrien in den Provinzen Şanlıurfa, Mardin, Sırnak und Hakkâri ab. Man weist darauf hin, dass in allen Teilen der Türkei grundsätzlich von terroristischer Gefährdung ausgegangen werden muss. Sowohl Menschenmengen als auch die Nähe zu Regierungs- und Militäreinrichtungen sollen deshalb gemieden werden.

Im März 2026 warnt das Auswärtige Amt vor Reisen in bestimmte Regionen Israels.
Quelle: IMAGO / Christian Offenberg

#11 Israel/Palästina

Im März 2026 warnt das Auswärtige Amt vor Reisen in bestimmte Regionen Israels. Insbesondere Grenzgebiete zu Gaza und die angrenzenden Teile des Westjordanlandes sind von der Warnung betroffen, da dort immer wieder gewaltsame Auseinandersetzungen auftreten. Raketenangriffe und militärische Operationen in diesen Zonen stellen erhebliche Sicherheitsrisiken dar. Reisende sollen sich von solchen Gebieten fernhalten und Sicherheitsrichtlinien strikt einhalten. Auch in Tel Aviv und Jerusalem sind Demonstrationen und politische Spannungen möglich. Ein hohes Maß an Wachsamkeit ist geboten, und es wird empfohlen, sich regelmäßig über die aktuellen Entwicklungen zu informieren, um mögliche Gefahren zu vermeiden.

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