10 Dinge, die nicht ins Aufgabegepäck gehören
Nicht alles gehört ins Aufgabegepäck. Manche Dinge können kaputtgehen oder gefährlich werden. Worauf du beim Kofferpacken unbedingt achten solltest:
Ob du fürs Packen zwei Tage brauchst oder in einer halben Stunde fertig bist – entscheidend ist, dass du dir schon vorher überlegst, was du im Urlaub unbedingt brauchst. Dabei solltest du auch darüber nachdenken, was ins Aufgabegepäck und was besser ins Handgepäck gehört. Viele Alltagsgegenstände, die auf Reisen unverzichtbar scheinen, können im Frachtraum beschädigt werden, auslaufen oder sogar ein Sicherheitsrisiko darstellen. Um dir das Packen zu erleichtern, haben wir zehn konkrete Beispiele für Gegenstände zusammengestellt, die du lieber nicht ins Aufgabegepäck legen solltest.
#1 Empfindliche und fragile Kosmetikprodukte
Shampoo, Sonnencreme, Duschgel und Bodylotion sind im Kulturbeutel deines Aufgabegepäcks bestens aufgehoben. Doch empfindliche Beauty-Favoriten wie Puder, kompakte Lidschatten, edle Cremes, Flüssigfoundation oder Parfüms reisen dort besser nicht mit. Im Frachtraum sind sie einem enormen Druck, großen Temperaturschwankungen und ständigen Erschütterungen ausgesetzt. Das kann schnell dazu führen, dass Flakons zerbrechen, Tuben auslaufen oder dein Lieblingspuder in tausend Stücke zerbröselt. Im Handgepäck sind deine Produkte nicht nur besser geschützt, sondern auch jederzeit griffbereit – perfekt, falls du dich während des Flugs frisch machen möchtest.
#2 Sprühdosen und Aerosole
Deodorants, Fußsprays, Haarspray oder medizinische Aerosole darfst du bei den meisten Airlines im Aufgabegepäck mitnehmen. Trotzdem empfiehlt es sich, die Vorschriften genau zu prüfen – viele Fluggesellschaften erlauben nur begrenzte Mengen. Brennbare, giftige oder ätzende Sprays wie Lack, Klebstoff oder Insektizide sind dagegen im Frachtraum (und meist auch im Handgepäck) tabu. Wenn du auf Nummer sicher gehen willst, packe lieber kleinere Dosen mit bis zu 100 ml ins Handgepäck und verstaue sie in einem transparenten Beutel. Denk auch an die Schutzkappe, damit unterwegs nichts ausläuft oder versehentlich sprüht.
Lesetipp: Die günstigsten Airlines der Welt
#3 Medikamente
Verschreibungspflichtige oder lebenswichtige Medikamente gehören definitiv nicht ins Aufgabegepäck. Wenn der Koffer verloren geht oder verspätet ankommt, kann das ernsthafte Probleme verursachen. Je nach Reiseziel ist die Beschaffung von Ersatzmedikamenten mit einem hohen Aufwand verbunden. Das gilt vor allem für Staaten außerhalb der Europäischen Union. Für viele Medikamente brauchst du eine ärztliche Bescheinigung. Im Worst-Case musst du vor Ort in der Arztpraxis oder im Krankenhaus ein neues Rezept ausstellen lassen, sofern die Medikamente überhaupt verfügbar sind. Um unnötigen Stress zu vermeiden, solltest du deine essenziellen Medikamente daher immer ins Handgepäck packen.
#4 Luftverpackte Lebensmittel
Chips, luftverpackte Snacks und fest verschlossene Getränke dürfen ins Aufgabegepäck. Du solltest dir das trotzdem gut überlegen: Durch wechselnde Druck- und Temperaturverhältnisse im Frachtraum können Verpackungen aufplatzen oder Flüssigkeiten auslaufen. Besonders kohlensäurehaltige Getränke reagieren empfindlich auf Druckschwankungen. Platzt die Cola-Flasche auf, sind deine Sachen ruiniert. Fest verschlossene Lebensmittel hingegen dürfen ins Handgepäck. Bei Flüssigkeiten und gelartigen Speisen gilt weiterhin die 100-ml-Regel. Doch auch hier solltest du dich vor Reiseantritt bei der Airline darüber informieren, was mit an Bord darf und was nicht.
#5 Erzeugnisse aus Wachs
Kerzen, Bienenwachscremes oder andere Wachserzeugnisse sind im Aufgabegepäck problematisch. Unter Druck und Temperaturschwankungen im Frachtraum können sie schmelzen, verformen oder andere Gegenstände verschmieren. Daher solltest du die hübsche Kerze, die du im Urlaub gekauft hast, lieber nicht im Koffer verstauen. Im Handgepäck sind Erzeugnisse aus Wachs definitiv besser aufgehoben. Willst du sie trotzdem ins Aufgabegepäck packen, wickle sie fest in Luftpolsterfolie oder Backpapier und polstere sie rundum mit Kleidung aus. So verhinderst du, dass die Kerze bricht oder das Wachs deine Sachen beschmiert.
#6 Ladekabel
Ladekabel dürfen zwar ins Aufgabegepäck, haben im Handgepäck verstaut aber einen entscheidenden Vorteil: Du kannst deine Geräte (etwa Smartphone, Laptop, Kamera oder Tablet) jederzeit am Flughafen, im Zug oder im Café aufladen. Geht deinen mobilen Endgeräten der Saft aus, stehst du sonst schnell vor einem Problem: Die meisten Tickets und Dokumente kannst du heutzutage digital vorzeigen. Ohne Akku ist es nicht möglich, deinen Boarding-Code oder andere Reisedaten vorzeigen. Eine kleine Tasche mit allen wichtigen Adaptern und Kabeln im Handgepäck macht deinen Reisealltag spürbar einfacher und verhindert genau diesen Stress.
#7 Elektronische Geräte
Elektronik wie Smartphones, Tablets, Laptops oder Powerbanks gehört immer ins Handgepäck. Das hat gleich mehrere Gründe: Du hast jederzeit Zugriff auf deine Technik und gleichzeitig reduzierst du das Risiko von Beschädigung durch Druck, Stöße oder Temperaturschwankungen im Frachtraum. Geräte mit Lithiumbatterien sind zudem ein Sicherheitsrisiko: schon bei minimalen Defekten drohen Feuer oder Explosionen. Powerbanks und Ersatzakkus sind im Aufgabegepäck absolut tabu. Willst du Laptop und Co. trotzdem ins Aufgabegepäck tun, muss du sie vorher komplett ausschalten und gegen versehentliches Starten sichern.
#8 E-Zigaretten und Vapes
Vapes und E-Zigaretten mit Lithium-Akkus sind im Aufgabegepäck absolut tabu. Das gilt auch für Einweg-Modelle mit fest verbauten Akkus. Warum? Druck, Kälte, Hitze und ständige Erschütterungen im Frachtraum können Akkus beschädigen. Im Worst-Case fängt er Feuer. Hinzu kommt, dass der Tank auslaufen und deine Sachen ruinieren kann. Daher solltest du solche Geräte immer ins Handgepäck packen. Schalte das Gerät vor der Sicherheitskontrolle aus, entferne Pods und Kartuschen. Ersatz-Pods oder -Coils sollten möglichst in der Originalverpackung transportiert werden, damit sie unbeschädigt bleiben. Denke auch daran, dass Liquids der 100-ml-Regel unterliegen.
#9 Bargeld und Dokumente
Bargeld oder wichtige Dokumente solltest du besser nie ins Aufgabegepäck packen. Koffer und Taschen gehen auf der Reise durch viele Hände und du weißt nie genau, ob sich jemand daran bedient. Außerdem kann Gepäck verloren gehen, falsch verladen werden oder verspätet ankommen. Wenn Geld, Reisepass oder wichtige Unterlagen darin stecken, wird das schnell zu einem großen Problem. Bewahre solche Dinge deshalb lieber im Handgepäck oder nah am Körper auf. So hast du jederzeit Zugriff darauf und verringerst das Risiko, dass etwas verloren geht oder gestohlen wird.
#10 Persönliche Wertsachen
Emotionale oder wertvolle Erinnerungsstücke wie Souvenirs, Reisetagebücher und Glücksbringer gehören nicht ins Aufgabegepäck. Gepäck kann unterwegs verloren gehen oder beschädigt werden. Das gilt besonders für Sachen, die zwar keinen materiellen aber einen persönlichen Wert für dich haben. Pack sie lieber in dein Handgepäck oder trage sie bei dir. Nur so stellst du sicher, dass sie unbeschadet am Zielort ankommen. Bei wertvollen Stücken solltest du bereits vor deiner Reise überlegen, ob du sie mitnimmst: In vielen stark besuchten Touristengebieten sind Taschendiebe unterwegs, die dir im Handumdrehen deine Uhr oder deine Lieblingskette stehlen können.