Die 6 spannendsten Gefängnisausbrüche der Geschichte

Manche Verbrecher schaffen es trotz scheinbar unüberwindbaren Hindernissen aus dem Knast zu fliehen. Das sind die spannendsten Gefängnisausbrüche!

Auf dem Foto sieht man den Schwerverbrecher John Dillinger, der zweimal aus dem Gefängnis floh
Quelle: IMAGO / agefotostock

Damit Kriminelle und Verbrecher nicht noch einmal straffällig werden, kommen diejenigen, die rechtskräftig verurteilt werden, ins Gefängnis. Damit wird die Sicherheit der Gesellschaft gewährleistet. Doch einige Verbrecher setzen sich über die Entscheidung des Gerichts gerne mal hinweg und entscheiden zu fliehen. Normalerweise kann man davon ausgehen, dass das gar nicht so leicht ist, doch diese Täter haben es trotz scheinbar unüberwindbaren Hindernissen mit einem cleveren Plan geschafft! Das sind die spannendsten und gruseligsten Gefängnisausbrüche der Geschichte!

#1 John Dillinger

Er galt als einer der berüchtigtsten Bankräuber der USA und trug als erster Krimineller die bekannte Bezeichnung Staatsfeind Nr. 1: John Dillinger schaffte es gleich zwei Mal aus dem Gefängnis auszubrechen und die Polizei zur Verzweiflung zu bringen. Sein erster Ausbruch gelang ihm 1933 mithilfe von acht Komplizen, die zuvor mit hinein geschmuggelten Waffen aus dem Knast fliehen konnten. Diese kamen später zurück und befreiten Dillinger. Als er erneut gefasst wurde, brachte man den Schwerverbrecher in Lake County Jail in Crown Point. Doch auch hier konnte er 1934 entkommen. Angeblich mit einer Waffenattrappe, die die Polizei dazu brachte, ihn gehen zu lassen. Monate später wurde er bei einem Hinterhalt von dem FBI angeschossen und dann so schwer verletzt, dass er starb.

Man sieht Leonardo DiCaprio mit dem Scheckbetrüger Frank Abagnale
Quelle: IMAGO / Prod.DB

#2 Frank Abagnale

Viele von uns kennen den Film „Catch Me If You Can“ mit Leonardo DiCaprio in der Hauptrolle. Die Story ist dem Hochstapler Frank Abagnale nachempfunden, der in den 60er und 70er Jahren durch seinen Scheckbetrug weltweit bekannt wurde. Als die Polizei ihn endlich hinter Gitter brachte, schaffte auch er es zweimal auszubrechen. Da er in Frankreich gefasst wurde, sollte er in die USA abgeschoben werden, sodass er es angeblich am JFK aus einem britischen Flugzeug fliehen konnte. Nachdem er wieder gefasst wurde, gelang ihm mit seinem Charisma erneut die Flucht. Er überzeugte die Wärter über Wochen, dass er als Undercover-Agent im Gefängnis sei und fälschte mithilfe eines Komplizen sogar eine FBI-Visitenkarte. Denn bei seiner Ankunft vergaß man seine Haftverfplichtungspapiere, sodass seine wahre Identität zunächst nicht klar zu sein schien. Schließlich ließen ihn die Wärter tatsächlich aus dem Gefängnis. 

Der Koreaner Choi Gab-bok schaffte es, sich in seiner Zelle durch den kleinen Schlitz zu befreien
Quelle: Reddit

#3 Choi Gap-bok

Der Koreaner Choi Gap-bok landete 2012 wegen des Verdachts auf Raubüberfall im Gefängnis der südkoreanischen Stadt Daegu. Doch nach fünf Tagen entschied er sich für die Flucht und dabei kamen ihm wohl seine Yoga-Fähigkeiten zu Gute. Denn er zwängte sich zwischen den Schlitz, der normalerweise für die Essensausgabe seiner Zelle genutzt wurde – und schaffte es angeblich in nur 34 Sekunden durch die kleine Lücke und floh! Seitdem soll er den Spitznamen „Korean Houdini“ tragen.

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Das Foto zeigt den Vorfall, als Frank Lee Morris, John Anglin und Clarence Anglin mit einem Löffel aus dem Gefängnis entkamen
Quelle: IMAGO / Everett Collection, IMAGO / United Archives

#4 Die Flucht von Alcatraz

Alcatraz fungierte von 1934 bis 1963 als eines der bekanntesten und berüchtigtsten Hochsicherheitsgefängnisse der USA. Spätestens seit dem Actionthriller „Flucht von Alcatraz“ mit Clint Eastwood in der Hauptrolle kennen viele den Vorfall, der sich hier am 11. Juni 1962 abspielte. Denn die Insassen Frank Lee Morris, John Anglin und Clarence Anglin gelang es, sich mit einem Löffel aus der Zelle zu graben! Ihre Flucht wurde erst am nächsten Morgen bemerkt, da die drei sich Attrappen mit Haaren aus dem Friseursalon bastelten und diese in ihre Betten legten. Zudem konstruierten sie ein kleines Boot aus 50 gestohlenen Regenmänteln, mit dem sie fliehen konnte. Sie wurden nie gefasst und die Polizei ging davon aus, dass sie im Wasser ertrunken sein mussten. Andere Theorien besagen, dass sie es bis nach Brasilien schafften und dort untertauchten. Bis heute ist nicht bestätigt, was mit ihnen passiert ist. Ziemlich gruselig...

Man sieht das Parkhurst-Gefängnis, aus dem drei Insassen mit einem selbstgemachten Schlüssel fliehen konnten
Quelle: IMAGO / ZUMA/Keystone

#5 Die Parkhurst-Ausreißer

Im Jahr 1995 spielte sich im Parkhurst Gefängnis in England etwas Verrücktes ab. Denn drei Insassen schafften es einfach so, aus dem Gefängnis heraus zu spazieren. Die Häftlinge Andrew Rodger, Keith Rose und Matthew Williams arbeiteten in der Metallwerkstatt und konnten dort ihre Utensilien für die Flucht herstellen. So merkten sie sich den Umriss des Generalschlüssels, die von den Wärtern getragen werden und stellten dann eine perfekte Nachbildung her. Damit konnten sie dann jede Tür im Gefängnis öffnen. Zudem konstruierten sie eine DIY-Waffe und eine Stahlleiter. 

Das Symbolbild zeigt eine Flucht mit dem Hubschrauber aus dem Gefängnis
Quelle: IMAGO / ZUMA Wire I Symbolbild

#6 Pascal Payet

Auch die Geschichte des wegen Mordes zu 30 Jahren Haft verurteilten Verbrecher Pascal Payet ist ziemlich kurios. Denn auch er schaffte die Flucht aus dem Gefängnis. 1999 wurde er in Paris festgenommen. 2001 gelang es ihm, mithilfe eines Komplizen mit einem Hubschrauber aus einem Gefängnis in Luynes zu fliehen. Dann organisierte er 2003 die Flucht von drei seiner Mithäftlingen aus dem Untergrund - erneut mit einem Hubschrauber. 2005 wurde der Franzose dann zu 30 Jahren Haft verurteilt. Da er 2007 die Flucht von 2003 gestand, erhielt er weitere sieben Jahre oben drauf. Trotz seiner besonders strengen Überwachung konnten ihn 2007 vier seiner Komplizen aus dem Gefängnis befreien. Und wie sollte es anders sein: Erneut mit dem Hubschrauber. Die Fahndung gestaltete sich dann schwieriger als gedacht. Denn wenig später stellte sich heraus, dass Payet sich in Südfrankreich einer Gesichts-OP unterzogen hatte. Die Polizei fasste den Täter am Ende trotzdem.