Neue Reise-Regeln 2026/2027: Was Urlauber jetzt unbedingt beachten müssen
Neue Gesetze im Urlaub: Kroatien sperrt Unterkünfte, Griechenland droht mit Bußgeld am Strand. Diese neuen Reise-Regeln für 2026/2027 musst du kennen!
Die Urlaubsplanung läuft auf Hochtouren, doch beliebte Reiseländer greifen im Kampf gegen Massentourismus und Sicherheitsrisiken jetzt knallhart durch. Wer seinen Urlaub im Ausland bereits gebucht hat oder demnächst in den Flieger steigt, sollte die neuesten Regeln für 2026 und 2027 kennen, sonst drohen ungültige Buchungen, horrende Bußgelder oder böse Überraschungen im Ernstfall.
Kroatien verschärft Gesetze – Droht gebuchten Urlauben das Aus?
Den Kroat*innen wird der Massentourismus zu viel. Nach einem absoluten Rekordjahr 2025 mit über 110 Millionen Übernachtungen greift die Regierung an der Adria nun durch, um illegale Vermietungen einzudämmen. Voraussichtlich ab dem 1. Januar 2027 müssen private Ferienunterkünfte auf Portalen wie Airbnb oder Booking.com eine offizielle Registrierungsnummer vorweisen. Wer frühzeitig für 2027 bucht, sollte wachsam sein: Fehlt dem Vermieter zum Stichtag die ID, fliegen die Angebote von den Plattformen, wodurch bereits gebuchte Urlaube ungültig werden können.
Für zusätzlichen Wirbel sorgt das Nachbarland Serbien, das Kroatien in einem neuen Ampelsystem auf „Orange“ gesetzt hat. Belgrad begründet diese zweithöchste Warnstufe mit potenziellen Sicherheitsrisiken, politischen Provokationen bei Menschenaufläufen und gestiegener Kleinkriminalität. Bürger*innen sollen Reisen dorthin meiden. Kroatien weist die Vorwürfe als unbegründet zurück. Auch deutsche Behörden teilen die serbische Einschätzung nicht und listen das beliebte Urlaubsland weiterhin als absolut stabil und sicher.
Neue Strand-Regeln in Griechenland: Drohnen jagen Parksünder*innen
Griechenland verschärft den Küstenschutz drastisch und geht rigoros gegen die Überfüllung durch den Massentourismus vor. Mittlerweile wurden 251 Strände, die zu sensiblen Naturschutzgebieten gehören, mit einem strikten Verbot belegt. In diesen Zonen dürfen überhaupt keine Sonnenschirme oder Liegen mehr aufgestellt oder vermietet werden. Auch das private Reservieren von Plätzen per Handtuch ist untersagt. An allen anderen Stränden müssen Liegen zudem mindestens vier Meter Abstand zum Wasser einhalten.
Die Einhaltung wird streng überwacht: Die Behörden setzen auf Echtzeit-Bilder von Kontrolldrohnen und Satelliten. Zudem meldet die Bevölkerung Verstöße anonym über die staatliche App „MyCoast“. Wer gegen die neuen Vorschriften verstößt, riskiert horrende Strafen: Die Bußgelder starten bei 2.000 Euro und können im Ernstfall bis zu 60.000 Euro betragen. Urlauber*innen sollten sich vorab dringend über die lokalen Badeordnungen informieren.
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Krisenvorsorge im Urlaub mit der „Elefand“-Liste
Sicherheit auf Reisen beginnt schon vor dem Abflug. Angesichts weltweit steigender Bedrohungen durch extreme Naturkatastrophen, unvorhersehbare Krisen oder politische Spannungen rät das Auswärtige Amt dringend zur Vorsorge. Reisende sollten sich vorab stets über aktuelle Reise- und Sicherheitshinweise informieren und eine bestimmte Vorsorgemaßnahme ergreifen: die Eintragung in die sogenannte „Elefand“-Liste.
Das Kürzel steht für „Elektronische Erfassung von Deutschen im Ausland“ und bezeichnet die offizielle Krisenvorsorgeliste der Bundesregierung. Da für deutsche Staatsbürger*innen im Ausland keine Meldepflicht besteht, ermöglicht erst die freiwillige Registrierung schnelle konsularische Hilfe im Ernstfall. Über das Online-Portal oder die offizielle App hinterlegen Urlauber*innen ihre Kontaktdaten und Reiseziele. Droht vor Ort Gefahr, übermittelt die zuständige Botschaft lebenswichtige Verhaltensregeln oder Evakuierungspläne per SMS oder E-Mail. Auch ausländische Familienmitglieder*innen im selben Haushalt können eingetragen werden. Die Anmeldung sollte unbedingt vor der Abreise erfolgen.
Neue EU-Handgepäck-Regel: Ist das das Aus für versteckte Flugpreise?
Wer einen Städtetrip bucht, erlebt am Ende oft eine teure Überraschung: Lockangebote verdoppeln sich im Buchungsverlauf, weil selbst normales Handgepäck extra kostet. Verbraucherschützer*innen wehren sich seit Langem gegen diese Praxis und reichten bereits Klagen gegen Airlines wie Ryanair oder Easyjet ein. Nun steht eine neue EU-Regelung vor dem finalen Beschluss.
Der aktuelle Gesetzesentwurf sieht vor, dass Flugpreise künftig standardisiert ein angemessenes Handgepäckstück enthalten müssen. Tarife werden dadurch transparenter und für Kund*innen besser vergleichbar. Ein kompletter Abschied vom Baukastensystem im Luftverkehr ist die Reform jedoch nicht: Fluggesellschaften dürfen weiterhin verschiedene Tarifmodelle anbieten. Wer bewusst komplett ohne Handgepäck reist, soll im Gegenzug einen Preisnachlass erhalten können. Stimmen die EU-Mitgliedsstaaten dem Entwurf zeitnah zu, könnte die verbraucherfreundliche Neuregelung bereits im Sommer in Kraft treten und das lästige Gebühren-Chaos beenden.
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