Hitze im Wohnmobil: So bleibt es im Sommer kühl im Camper

Wenn der Camper im Sommer zur Sauna wird, hilft oft kein normales Lüften mehr. Diese 10 simplen Hacks halten dein Wohnmobil auch ohne Klimaanlage kühl.

Wie bleibt es im Sommer im Camper kühl?
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Im Sommer mit dem Camper unterwegs zu sein, ist genial, bis die erste richtige Hitzewelle anrollt. Wer schon mal nachts bei 35 Grad im eigenen Saft liegend im Alkoven lag, weiß: Ab da hört der Spaß auf. Die Luft steht, die Wände glühen und an Schlaf ist nicht zu denken. Eine feste Klimaanlage ist teuer, schwer und saugt massig Strom. Zum Glück geht es auch anders. 

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Du kannst alle Fenster und Dächer (auch beim Camper) mit Rettungsdecken und Folien abkleben.
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#1 Rettungsdecken auf die Dachluken

Spezielle Thermomatten für die Fenster kosten im Campingladen locker dreistellige Beträge. Der einfachste und billigste Hack dagegen: Besorg dir für ein paar Euro stinknormale Rettungsdecken aus dem Drogeriemarkt oder dem Verbandskasten.

Klebe sie mit der silbernen Seite nach außen von außen auf deine Dachluken und Seitenfenster – zum Beispiel mit etwas Kreppband oder Saugnäpfen. Weil die Folie hauchdünn ist, knallt die Sonne gar nicht erst auf die Scheibe. Das hält die Hitze draußen, noch bevor sie überhaupt ins Auto kriechen kann.

Du kannst deinem Kühlschrank aktiv bei seiner Leistung helfen.
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#2 Abluft-Hilfe für den Kühlschrank

Ein riesiges Problem im Sommer: Der Kühlschrank gibt irgendwann auf, die Butter schmilzt und das Bier wird warm. Die typischen Camper-Kühlschränke packen es meistens nicht, wenn die Sonne direkt auf das Lüftungsgitter an der Außenwand knallt. Die Hitze staut sich dahinter extrem.

Die Lösung: Besorg dir kleine 12-Volt-Lüfter (wie man sie aus Computern kennt) und baue sie hinter das obere Abdeckgitter. Sie saugen die heiße Luft aktiv ab und pusten sie nach draußen. Das entlastet den Kühlschrank massiv und sorgt dafür, dass das Gerät nicht auch noch den Innenraum mit seiner Abwärme aufheizt.

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Auch bei hohen Temperaturen in der Nacht gibt es Hilfe.
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#3 Gel-Kühlmatten fürs Bett

Wenn es nachts im Camper einfach nicht abkühlt, wird das Einschlafen zur Qual. Eine unkomplizierte Hilfe für das Bett sind druckaktivierte Gel-Kühlmatten, die man eigentlich aus dem Haustierbedarf kennt (gibt es aber auch in groß für Menschen).

Das Praktische: Diese Matten brauchen weder Strom noch müssen sie vorher ins Eisfach. Im Inneren steckt ein spezielles Gel, das auf das bloße Körpergewicht reagiert und über Stunden eine angenehme Kühle abgibt. Wenn du aufstehst, regeneriert sich die Matte von ganz alleine.

Nasse Handtücher können helfen.
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#4 Nasse Laken vor den Fenstern

Wenn draußen kein Lüftchen weht, bringt auch das beste Durchlüften nichts. Hier kannst du dir mit der sogenannten Verdunstungskälte helfen.

Nimm ein paar große Handtücher oder Bettlaken, mache sie mit kaltem Wasser richtig nass und wringe sie leicht aus. Wenn du sie dann vor die geöffneten Fenster oder die Fliegengitter-Tür hängst, zieht die warme Luft von draußen durch den feuchten Stoff. Dabei kühlt sie spürbar ab, bevor sie überhaupt im Innenraum ankommt. Alternativ kannst du die nassen Handtücher tagsüber auch flach von außen auf die Dachluken legen.

Es gibt für den Camper belüftete Sitzauflagen.
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#5 Belüftete Sitzauflagen für die Fahrt

Nicht nur das Stehen, auch das Fahren wird im Sommer zur Tortur, besonders wenn das Fahrer*innenhaus keine oder eine schwache Klimaanlage hat. Wer das Fenster bei Tempo 100 aufreißt, riskiert durch den harten Luftzug schnell Nackenverspannungen.

Die Lösung für Langstrecken sind nachrüstbare, belüftete Sitzauflagen. Diese werden einfach über den 12-Volt-Anschluss (Zigarettenanzünder) betrieben. Sie saugen die Luft im Fußraum an und strömen sie über winzige Düsen direkt an deinem Rücken und Gesäß wieder aus. So bleibt das T-Shirt am Steuer trocken.

Es gibt Dachhauben mit eingebautem Lüfter.
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#6 Dachhauben mit eingebautem Lüfter

Normale Dachfenster lassen die Hitze nach oben abziehen – allerdings sehr langsam. Ein echter Gamechanger sind Dachhauben mit integrierten Ventilatoren.

Diese laufen über das 12V-Bordnetz und haben eine umschaltbare Laufrichtung. Tagsüber kannst du sie wie einen Dunstabzug nutzen, um die heiße Luft aktiv nach draußen zu saugen. Nachts drehst du die Richtung um, damit der Lüfter die kühlere Außenluft mit ordentlich Druck ins Innere presst. Das sorgt für einen schnellen Luftaustausch, ohne dass man eine schwere Klimaanlage mitschleppen muss.

Es gibt sogar UV-Schutzfarben fürs Dach.
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#7 UV-Schutzfarbe fürs Dach

Ein extrem effektiver Schritt für alle, die ein älteres Fahrzeug besitzen oder einen Kastenwagen selbst ausbauen, ist ein weißer UV-Schutzanstrich auf dem Dach.

Diese Spezialfarbe wird einfach mit der Rolle aufgetragen und reflektiert bis zu 90 Prozent der Sonnenenergie. In Tests senkte dieser Anstrich die reine Oberflächentemperatur des Blechs von brennenden 45 Grad auf moderate 31 Grad. Das Ergebnis im Innenraum sind bis zu 10 Grad weniger Hitze, ganz ohne Strom zu verbrauchen.

Bei Hitze solltest du auf gar keinen Fall in deinem Camper kochen.
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#8 Konsequente Technik-Diät und Outdoor-Küche

Jedes Kochen im Innenraum – sei es auch nur das Kaffeewasser am Morgen, verwandelt den Camper sofort in ein Dampfbad. Verlege deine Küche an heißen Tagen deshalb konsequent nach draußen auf den Campinggrill oder einen mobilen Gaskocher.

Zudem unterschätzen viele die Eigenwärme von Elektrogeräten. Laufende Laptops, der Fernseher oder große Powerbanks, die gerade laden, strahlen permanent Hitze ab. Lass die Geräte bei einer Hitzewelle tagsüber am besten ausgeschaltet oder lade sie draußen im Schatten.

Besorg dir unbedingt eine Sprühflasche!
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#9 Menthol-Spray für den Frischekick

Ein einfacher Trick aus der Wüsten-Reise-Szene: Besorge dir eine kleine Sprühflasche, fülle sie mit kaltem Wasser und gib ein paar Tropfen reines, ätherisches Pfefferminz- oder Mentholöl hinzu.

Wenn die Hitze unerträglich wird, sprühst du dir einen feinen Nebel davon auf die Unterarme, den Nacken oder die Waden. Das Menthol trickst die Kälterezeptoren deiner Haut aus. Selbst wenn die Luft im Wohnmobil kocht, signalisiert dein Körper dem Gehirn sofort einen extremen Frischekick. Perfekt als kleine Einschlafhilfe.

Sonnensegel können helfen, deinen Camper gut zu beschatten.
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#10 Den Boden vor der Tür beschatten

Jeder weiß, dass man die Markise ausfahren soll. Doch die Sonne wandert und scheint irgendwann flach unter das Sonnendach auf die Seitenwand.

Nutze hierfür vorgespannte Sonnensegel oder einfache Seitenteile, die in die Markise eingehängt werden. Der Grund ist simpel: Wenn du den Boden direkt vor deiner Camper-Tür beschattest, verhinderst du, dass sich der Asphalt oder Schotterplatz extrem aufheizt. Diese Bodenwärme strahlt sonst nämlich wie eine Heizung von unten gegen dein Wohnmobil. Je größer der kühle Schattenbereich um das Fahrzeug herum ist, desto kühler bleibt es drinnen.

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