Das hier sind die häufigsten Nachnamen Deutschlands

Die Top 20

Das hier sind die häufigsten Nachnamen Deutschlands

Es gibt Familiennamen, denen man immer wieder begegnet und die wie Sand am Meer vorzukommen scheinen. Müller, Meyer, Fischer, Schulze - so das Klischee. 

Dank des Digitalen Familienwörterbuchs Deutschlands konnte nun ein eindeutiges Ranking erstellt werden, das die häufigsten Nachnamen auflistet. Grundlage dafür waren die Telefonanschlüsse, die 2017 in Deutschland vergeben wurden.

Auf der nächsten Seite geht es los.

Das hier sind die häufigsten Nachnamen Deutschlands

Platz 20: Zimmermann

Der Name geht auf den Beruf des Zimmermanns zurück. Dieser war im Mittelalter speziell sehr wichtig, weil nahezu alle Häuser Holz- und Fachwerkbauten gewesen sind. 

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Platz 19: Schwarz

Der Ursprung des Namens ist die Anspielung auf die Haarfarbe seines Trägers. 

Der Nachname kommt in Deutschland insgesamt 45495 Mal in 439 Landkreisen vor. Es gibt ca. 121320 Personen mit diesem Nachnamen.

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Platz 18: Neumann

In Deutschland gibt es etwa 130829 Personen, die diesem Nachnamen tragen. Vor allem in Berlin, dem Ruhrpott und um Hannover gibt es viele Menschen mit diesem Namen.

Der Name bedeutet so viel wie "der Neue".

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Platz 17: Schröder (Schneider)

Die Wahrscheinlichkeit einen Menschen mit dem Nachnamen Schröder im Norden zu finden ist größer als in Süddeutschland. Der Name kommt aus dem Mittelhochdeutschen. Dort bedeutete mnd. schroder, schrader so viel wie Schneider. Auch dieser Nachname hat also seine Wurzeln im Berufswesen. 

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Platz 16: Wolf

Nein, der Name geht nicht auf den Wolf zurück. Bei Wolf mit einem oder zwei F am Ende handelt es sich in der Regel um eine Ableitung der  Vornamen Wolfgang, Wolfram oder Wolfhard. Nach Schätzungen gibt es etwa 141432 Personen mit diesem Nachnamen in Deutschland. 

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Platz 15: Klein

Ja, es tut uns für alle Träger dieses Namens leid, wenn sehr wahrscheinlich wurdet ihr mit dem Attribut schon oft aufgezogen, egal, ob es eure Körpergröße, euer Gehalt oder eure Wohnung anging und tatsächlich geht der Name auf die Eigenschaft klein zurück. Etwa 57.000 Familien tragen diesen Nachnamen. 

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Platz 14: Richter

Schätzungsweise 164826 Menschen tragen in Deutschland diesen Namen. Verbreitet ist er vor allem im Berlin und im ostdeutschen Raum. Der mittelhochdeutsche "rihtære" war Ordner, Oberherr oder Richter und somit nicht selten der Vorsteher des Ortes. 

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Platz 13: Bauer

Wir kommen der Top-Ten immer näher. Auch Bauern gab es schon im Mittelalter, als die meisten unserer heutigen Nachnamen entstanden sind, und von ihnen nicht zu wenige. Aus diesem Grund hat sich der Name auch soweit verbreitet. Etwa 163680 Personen in Deutschland heißen Bauer.  

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Platz 12: Koch

Wer den Kochlöffel gern schwingt und Koch heißt, der hat vermutlich die Küchenchefgene seine Vorfahren geerbt. Denn auch dieser Nachname geht auf den gleichnamigen Beruf zurück.

Der Name Koch ist insgesamt 61914 Mal in 439 Landkreisen vertreten, sodass es schätzungsweise 165104 Personen mit dem Namen gibt, die vermehrt im Rheinland leben. 

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Platz 11: Schäfer

Määäh und täglich grüßt das Schaf. So ging es auf jeden Fall den Menschen früher mit dem Namen Schäfer. Mit 168525 Menschen hat er es knapp verpasst in die Top 10 zu kommen. 

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Platz zehn: Hoffmann

Der Nachname "Hoffmann" gehört wenig verwunderlich zu den häufigsten in Deutschland. Ursprünglich geht er unter anderem auf das Wort "Hofmann" zurück und bezeichnete Bauern, die ihrem Grundherren verpflichtet waren. In Schlesien war es sogar der häufigste Berufsname. Seinen prominentesten Vertreter hat der Name wohl mit dem deutschen Autor E.T.A. Hoffmann. 71.440 Anschlüsse gibt es in Deutschland unter diesem Namen.

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Platz neun: Schulz

Der Nachname "Schulz" wird fast immer genannt, soll man einen beliebigen nennen. Mit 73.736 Anschlüssen unter diesem Namen schafft er es auf den neunten Platz des Rankings. Der Name geht auf das Amt des Schultheiß zurück; das waren Beamte im Mittelalter, die Schulden für die jeweiligen Herrscher eintrieben.

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Platz acht: Becker

Mit 74.009 Anschlüssen unter dem Namen "Becker" schlägt dieser knapp "Schulz" in seiner Häufigkeit unter den deutschen Familiennamen. Es dürfte die Wenigsten überraschen, dass der Name auf den Beruf des Bäckers zurückgeht. Allerdings: Wessen Familie aus Norddeutschland kommt, muss nicht unbedingt auf eine Bäckertradition zurückblicken - dort kann es auch gereicht haben, dass die Vorfahren an einem Bach gelebt haben, um den Namen zu erhalten.

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Platz sieben: Wagner

79.732 Anschlüsse sind in Deutschland unter dem Namen "Wagner" gemeldet, womit dieser einen soliden achten Platz der häufigsten Nachnamen belegt. Berühmt ist der Name natürlich - neben der Pizza - wegen des Komponisten Richard Wagner. Seine Ursprünge findet der Familienname allerdings im Beruf des Wagenmachers, der eben auch Wagner genannt wurde.

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Platz sechs: Meyer

So häufig, wie er als Klischee-Nachname für Deutsche verwendet wird, kommt er dann doch nicht vor: 83.586 Anschlüsse sind unter dem Namen "Meyer" gemeldet, wodurch dieser auf den sechsten Platz rutscht. Er geht auf einen Beruf zurück, den es nachweislich bereits seit 1290 gibt: Den des Verwalters.

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Platz fünf: Weber

Je höher wir im Ranking kommen, umso offensichtlicher die Bedeutung des Namens. In Deutschland gibt es also rund 86.061 Menschen, die Vorfahren haben, die als Tuchmacher ihr Geld verdienten. Vor der Erfindung des Webstuhls war das alles andere als ein einfacher Beruf: Nicht nur, dass man oft in feuchter Umgebung arbeitete - die gesellschaftliche Stellung war auch eher gering.

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Platz vier: Fischer

Beeindruckende 97.658 Anschlüsse gibt es in Deutschland unter dem Namen "Fischer". Zur Herkunft muss man nicht viele Worte verlieren: Er geht auf den gleichnamigen Beruf zurück. Interessant ist, dass es sich weltweit um einen der häufigsten - oft jeweils an die Landessprache angepasst - Namen handelt. Fischer wurden eben überall gebraucht.

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Platz drei: Schneider

Unter dem Namen "Schneider" gibt es 115.749 gemeldete Telefonanschlüsse in Deutschland, was einen deutlichen Abstand zu Platz vier bedeutet. Natürlich geht der Name zum Teil auf den Beruf des Schneiders zurück, allerdings nicht nur. Auch Brettschneider sowie Röder, also Holzfäller, wurden oft "Schneider" genannt. Ausschlaggebend war also wohl nicht ein spezieller Beruf, sondern eine Tätigkeit, die in vielen Berufen eine Rolle spielte.

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Platz zwei: Schmidt

Fast jeder hat in seinem Freundeskreis jemanden, der "Schmidt" mit Nachnamen heißt. Bei 190.584 Anschlüssen unter diesem Namen ist das auch kein Wunder. Er geht auf den Beruf des Schmieds zurück - und den gab es in Deutschland in fast jedem Dorf. Kein Wunder also, dass der Name mit all seinen Varianten so verbreitet ist.

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Platz eins: Müller

Ja, tatsächlich: Mit 256.003 Anschlüssen in Deutschland ist "Müller" der häufigste Familienname in Deutschland. Wenn man bedenkt, dass es sich nur um die jeweiligen Telefonanschlüsse handelt, kann man erahnen, wie häufig der Name wirklich verbreitet ist. Und auch das hat quasi berufliche Gründe: Alle Dörfer hatten mindestens eine Mühle - und damit auch mindestens einen Müller.