Dieses thailändische Paradies verbirgt ein dunkles Geheimnis

Traumhafte Strände, unvergessliche Natur und eine düstere Geschichte

Dieses thailändische Paradies verbirgt ein dunkles Geheimnis

Thailand zieht jährlich Millionen von Touristen an. Das liegt an dem guten Wetter, den fantastischen Stränden, dem schmackhaften Essen und den freundlichen Menschen. Viele fahren gerne in den Süden auf eine der Inseln, wie Koh Samui, Koh Pha-ngan oder auch Koh Tao.

Eine der größten Inseln Thailands ist jedoch noch ein echter Geheimtipp. Dabei sind die Strände und die Natur dort wunderschön. Wäre da nicht die etwas düstere Geschichte…

Ko Tarutao liegt im Süden von Thailand und hat den ersten Meeresnationalpark des Landes. Wegen der strengeren Naturschutzbestimmungen, ist hier ein Massentourismus nicht möglich. Deswegen sind die Strände und der Dschungel noch sehr naturbelassen.

In zwei der Buchten, Ao Phante Malaka und Ao Molae, kann man eines der bewohnbaren Bungalows mieten. Ansonsten gibt es hier keine Übernachtungsmöglichkeiten, deswegen immer vorher informieren, ob noch etwas frei ist.   Neben entspannt am Strand liegen gibt es eine Reihe von Aktivitäten die in Ko Tarutao besonders empfehlenswert sind. Mit einem Kanu kann man beispielsweise eine Mangroventour machen und bis zum Crocodile Cave auf eigene Faust fahren. Dort leben glücklicherweise keine Krokodile mehr.

Von der Ao Sun Bucht aus kann man zwei Dschungelwandertouren starten. Auf dem Weg gibt es zahlreiche Tiere zu bewundern, wie Makaken oder Hornbills, aber Vorsicht vor den Kobras.

Die Einheimischen fahren euch gegen einen Tagessatz gerne mit dem Boot zu Buchten, wo ihr Schnorcheln könnt.

Das wirklich interessante ist jedoch Ko Tarutaos Geschichte als Gefängnis-Insel.

Während den 1930ern Jahren waren die Thailändischen Gefängnisse überfüllt deswegen sah man sich nach Alternativen um. Diese fand der Staat in Ko Tarutao und baute ein Gefängnis auf die Insel. Zwischen 1930 und 1940 wurden etwa 3000 Gefangene hier festgehalten. Da der erste Gefängnisbau in der Talo-Udang-Bucht bald voll war, wurde ein zweites in der Talo-Walo-Bucht errichtet. Die Gefangenen wurden daraufhin gezwungen eine Straße zwischen den beiden Gebäuden zu bauen. Fast ein Drittel der Inhaftierten starben dabei an den Strapazen. Andere Sträflinge erlagen der Malaria oder starben durch die Grausamkeiten der Wärter.

 Da während dem zweiten Weltkrieg immer weniger Nahrungsmittel geliefert wurden, starben die meisten Inhaftierten und Wärter vor Hunger. Die überlebenden Menschen schlossen sich zusammen und wurden zu gefürchteten Piraten, die in der Straße von Malakka vorbeifahrende Schiffe bestohlen. Erst nachdem die britische Marinenach Ende des zweiten Weltkrieges, die Gegend von den Piraten befreite, trauten sich einige Siedler wieder zurück auf die Insel. Die Gefängnisse wurden 1946 geschlossen und können heute zum Teil besichtigt werden.