Burnout am Arbeitsplatz: So viele Deutsche sind betroffen

Das müsst ihr über die Krankheit wissen

Burnout am Arbeitsplatz: So viele Deutsche sind betroffen

Burnout und psychische Erkrankungen am Arbeitsplatz wurden viele Jahre unterschätzt. Doch immer mehr Mitarbeiter melden sich wegen Depressionen & Co. krank. 2016 gab es pro 100 Versicherte 246 Ausfalltage aufgrund psychischer Krankheiten.

Immer noch zu häufig werden solche Krankmeldungen nicht ernst genommen und Krankheiten wie Depressionen belächelt. Mittlerweile sind psychische Erkrankungen aber die zweithäufigste Ursache für Arbeitsunfähigkeit in Deutschland. 

Burnout wird oft als Modeerkrankung verschrien, aber ist tatsächlich ernst zu nehmen. Auf den nächsten Seiten informieren wir euch über diese Krankheit, zeigen euch, wer besonderes darunter leidet und klären auf, was man dagegen tun bzw. vorbeugen kann.

Burnout am Arbeitsplatz: So viele Deutsche sind betroffen

Was ist Burnout?

Burnout ist eine Krankheit und heißt wortwörtlich "ausgebrannt sein". Das bezieht sich auf eine geistige, körperliche sowie seelische Erschöpfung. Die Betroffenen fühlen sich mit ihrem Leben und ihrer Arbeit überfordert und haben keine Kraft mehr, weiterzumachen. Burnout ist leider nicht als offizielle Krankheit angesehen und viele Chefs empfinden es als Ausrede, wenn sich Mitarbeiter deshalb krank melden. 

Typische Symptome für ein Burnout sind Konzentrationsstörungen, Lustlosigkeit, Erschöpfung und Angst. Diese psychischen Auswirkungen haben auch Einfluss auf den Körper, der meistens mit Kopf- oder Bauchschmerzen, Schwindel und Herz-Kreislauf-Problemen reagiert.

Ein Burnout ist allerdings keine Krankheit, die nur gestresste Manager bekommen können. Es gibt Berufsgruppen bzw. Menschentypen, die dafür besonders gefährdet sind. Wer das ist, erfahrt ihr auf der nächsten Seite.

Burnout am Arbeitsplatz: So viele Deutsche sind betroffen

Gefährdete Berufsgruppe

Im Grunde kann jeder ein Burnout bekommen, der zu viel Stress hat und sich für die Arbeit aufopfert. Oftmals führt auch die Kombination aus Familienleben und Arbeit, die in Stress ausartet, zu dieser Krankheit. Besonders im sozialen Bereich sind die Angestellten gefährdet, da sie sich für ihre Patienten oftmals aufopfern, Überstunden oder mehrere Schichten hintereinander arbeiten und dafür schlecht bezahlt werden. Wenn dann zu Hause noch Kinder warten, um die man sich kümmern muss, stellt sich schnell ein Gefühl der Überforderung ein.

Die Dunkelziffer der Betroffenen ist laut Experten relativ hoch. Viele trauen sich nicht, über ihr Burnout zu sprechen, da sie Angst haben, nicht ernst genommen zu werden. Um sich nicht kaputt zu machen, sollte man aber die ersten Symptome ernst nehmen und versuchen, dagegen anzugehen.

Was man gegen Burnout tun bzw. wie man vorbeugen kann, erklären wir auf der nächsten Seite.

Burnout am Arbeitsplatz: So viele Deutsche sind betroffen

Burnout bekämpfen

Der erste Schritt ist, diese Krankheit zu akzeptieren und einzusehen, dass man einen Gang herunterschalten muss. Bis es zu diesem Punkt kommt, dauert es meistens lange, da viele Betroffene nicht zugeben wollen, wie ausgebrannt sie sind. Danach sollte man herausfinden, woher das Burnout kommt. Ist der Job zu anstrengend, oder ist es die Familie? Oder ist es eine Kombination aus beidem? Man sollte sich nicht scheuen, sich bei seinem Chef krank zu melden. Die eigene Gesundheit geht vor und auch psychische Erkrankungen sind ernst zu nehmen. 

Um einen Gang herunterzuschalten, kann sich ein Urlaub anbieten. Ein kleiner Tapetenwechsel hilft oft schon, um neue Energie zu tanken. Wer sich das nicht leisten kann, sollte sich zu Hause etwas suchen, das entspannt. Seien es Meditationsübungen, eine bestimmte Sportart oder ein neues Hobby. Wer sein Burnout nicht alleine in den Griff bekommt, kann natürlich professionelle Unterstützung innerhalb einer Therapie bekommen. 

Wichtig ist, sich einzugestehen, dass man darunter leidet und etwas verändern möchte. Man sollte nicht sein ganzes Leben für den Job aufgeben, sondern genug Zeit für sich selbst haben. Um gar nicht erst ein Burnout zu bekommen, sollte man neben der Arbeit einen Ausgleich haben und sich regelmäßig Zeit nur für sich selbst nehmen. Wer das Gefühl hat, zu viel zu arbeiten, muss mit seinem Chef offen darüber reden können. Nur so kann die eigene Lebensqualität aufrecht erhalten werden.