Deshalb sollte man die 'Killing Fields' in Kambodscha besuchen

Sie sind ein wichtiges Mahnmal der Geschichte

Deshalb sollte man die 'Killing Fields' in Kambodscha besuchen

Eine Reise nach Kambodscha verspricht vieles: Freundliche Einwohner, unberührte Natur und traditionelles neben modernem Leben. 

Aber neben all dieser Faszination und Schönheit darf eines über das Land nicht vergessen werden: Zwischen 1975 und 1979 reagierte dort eines der brutalsten Regime, das die Welt bisher gesehen hat - die Roten Khmer. Und das ist nicht nur wichtig, weil es sich um eine traurige Tatsache handelt, sondern weil es uns allen als Lektion dienen sollte, die Geschichte nicht zu wiederholen. Um Respekt vor der Geschichte und den Menschen des Landes zu zeigen und sich selbst bewusst zu machen, was dort geschah, sollte jeder Besucher auch den berühmten 'Killing Fields' einen Besuch abstatten.

Erfahre auf den nächsten Seiten, was dort geschah und weshalb es wichtig ist.

Während der Herrschaft der straff organisierten Roten Khmer, angeführt von dem Diktator Pol Pot, wurde die gesamte Bevölkerung Kambodschas von den Städten auf das Land vertrieben. Das Ziel war ein Bauernstaat, in dem jeder möglichst einfach lebt. Das ging mit der massenhaften Ermordung Intellektueller einher - und als intellektuell galt jeder (und dessen gesamte Familie), der mehrere Sprachen beherrschte, Kontakte ins Ausland hatte oder auch nur lesen und schreiben konnte. Jeder vierte Kambodschaner, auch Frauen, Kinder und Babys, wurden brutal gefoltert und ermordet. Noch heute sind die Spuren dieser Gewaltherrschaft in jeder kambodschanischen Familie allgegenwärtig.

Umso wichtiger ist es, dass den Opfern der Roten Khmer gedacht wird: Genau das geschieht auf den 'Killing Fields' - den Gedenkstätten, die auf Folterzentren und Massengräbern an diese dunkle Zeit erinnern.

Warum sie unbedingt besucht werden sollten, lest ihr auf Seite 3.

Perhaps not the most pleasant place to spend Christmas but it it certainly puts into perspective just how lucky I am to...

Posted by Madison Aumua on Sunday, December 25, 2016

Wer eines der 600 'Killing Fields' besucht, sollte sich bestimmter Pietäts-Regeln bewusst sein: Die Schultern sollten bedeckt sein, Röcke und Hosen bis unter die Knie reichen. Aber Respekt wird automatisch aufkommen, wenn man diese Orte früheren Schreckens besucht.

Aber das sollte man tun, denn so unterstützt man die Familien, die noch heute unter den Auswirkungen der Roten Khmer leiden: Viele von ihnen sind wegen der nur vier Jahre währenden Herrschaft wenig gebildet und verdienen ihr Geld mit dem Verkauf von lokalen Souvenirs und traditionellem Essen nahe der Gedenkstätten auf dem Land. Und nur mit genügend Einkommen wird es möglich sein, dass ihre Kinder die Vergangenheit überwinden können.