Mount Elbrus: So besteigt ihr den höchsten Berg Europas

Vorbereitung, Ausrüstung und was ihr sonst noch wissen müsst

Mount Elbrus: So besteigt ihr den höchsten Berg Europas

Der Mount Elbrus gilt als höchster Berg Europas, obwohl auch der Mont Blanc diese Bezeichnung verdient. Die Frage ist, wo die europäische Grenze gezogen wird, da sich der Elbrus in Russland befindet. Der Berg ist 5642 Meter hoch und befindet sich im Kaukasus Gebirge. Jedes Jahr kommen 350.000 Touristen in das Gebirge und einige von ihnen haben das Ziel, den Gipfel zu besteigen. Das ist natürlich nicht so einfach, doch einige schaffen es.

Wenn ihr auch zu den Mutigen gehört, haben wir ein paar Tipps für euch, wie euch der Aufstieg gelingen kann.

Mount Elbrus: So besteigt ihr den höchsten Berg Europas

Das erwartet euch

Damit ihr wisst, worauf ihr euch einlasst, geben wir euch zunächst ein paar Hintergrundinformationen: Durch die weißen Schneefelder können Bergsteiger weit sehen. Der Schnee kann weich und tief sein oder fest. In einigen Abschnitten, müssen bestimmte Seile verwendet werden, um das Gefälle zu überwinden, doch Helfer stehen bereit. 

Das Wetter kann sich wie in allen Gebirgen sehr schnell ändern. In der Nacht herrschen Minusgrade, wobei ihr tagsüber auch ordentlich ins Schwitzen kommen könnt. Wegen des Wetterumschwungs ist die richtige Ausrüstung umso wichtiger. Die Bergsteigerzeit ist übrigens von Ende April bis Ende September. Wer gutes Wetter haben möchte, sollte am besten im Juli und August reisen.

Wie es mit den Unterkünften vor Ort aussieht, erfahrt ihr auf der nächsten Seite.

Mount Elbrus: So besteigt ihr den höchsten Berg Europas

Unterkunft

Bergsteiger starten ihre Tour meistens mit zwei Nächten in einem Touristen-Hotel im Dorf Terskol. Dort können sie Ausrüstung organisieren und Vorbereitungs-Touren buchen. Wenn die Reise auf den Berg beginnt, verbringen die Bergsteiger die Nächte in Hütten. Diese können mit Seilbahnen oder Sesselliften erreicht werden. Die meisten Bergsteiger starten ihre Touren hier um kurz nach Mitternacht.

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Akklimatisierung

Bevor ihr Richtung Gipfel aufbrecht, solltet ihr Akklimatisierungs-Touren machen. Eine aus dem Dorf Terskol bis zu 3000 Meter auf dem Gipfel Cheget und mindestens zwei weitere von der Hütte auf Elbrus nach Priyut 11 (auf 4200 Meter) und nach Pashtuhova Rocks (auf 4750 Meter). Ein Ruhetag sollte zwischen der letzten Akklimatisierungs-Tour und dem Gipfeltag enthalten sein.

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Höhenkrankheit

Selbst erfahrene Bergsteiger werden an der Höhenkrankheit leiden. Auf dem Gipfel gibt es rund 50 Prozent weniger Sauerstoff als am Boden. Die Symptome treten gewöhnlich kurz nach dem Aufstieg über 2400 Meter auf und umfassen Kopfschmerzen, Appetitverlust, Kurzatmigkeit, Schlafstörungen, Übelkeit, Erbrechen und eine erhöhte Herzfrequenz. Um damit umzugehen, ist es wichtig, die genannten Akklimatisierungs-Toursen zu machen, viel Wasser zu trinken und sich so oft wie möglich auszuruhen.

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Die richtige Vorbereitung

Vorbereitung ist alles. Daher ist es wichtig, dass ihr körperlich fit seid. Der Gipfeltag erfordert 10 bis 15 Stunden Laufen, daher ist eine gewisse Kondition Grundvoraussetzung. Außerdem tragt ihr etwa 12 Kilogramm Gepäck. Daher solltet ihr mindestens acht Wochen vorher anfangen, zu trainieren. Joggen und Krafttraining sind dafür am besten geeignet. Außerdem gehört natürlich Bergsteigererfahrung dazu, damit ihr mit der nötigen Ausrüstung umgehen könnt. 

Warme Winterkleidung, ein Klettergurt, Bergschuhe, Steigeisen, Eispickel und Seile werden für euren Aufstieg benötigt. Wenn ihr eine geführte Tour bucht, wird euch im Vorfeld eine Liste mit benötigter Ausrüstung geschickt. Wenn ihr alles beisammen habt, kann es losgehen.