Lufthansa verklagt Mann, weil er einen Teil seiner Reise nicht angetreten ist

So ergeht es immer mehr Passagieren

Lufthansa verklagt Mann, weil er einen Teil seiner Reise nicht angetreten ist

Fliegen könnte so schön sein, doch für einen Lufthansa-Passagier endete seine Reise nun vor Gericht. Sein "Vergehen" schätzen die einen schlimmer ein, die anderen sehen es nur als sein gutes Recht an, was er getan hat.

Langstreckenflüge sind teuer und wir immer auf der Suche nach günstigen Schnäppchen. Der aktuelle Trend sind zugebuchte Flüge, die gar nicht genutzt werden.

Was das bedeutet und wie das den Airlines schadet, erfahrt ihr auf der nächsten Seite!

Lufthansa verklagt Mann, weil er einen Teil seiner Reise nicht angetreten ist

Cross Border Selling

Die erste Sparstrategie ist das Cross Border Selling. Dabei wird bei einem Langstreckenflug noch ein zusätzlicher Stopp eingeplant, sodass der Startflughafen kein großes internationales Kreuz ist: Wir wollen zum Beispiel nach Hawaii. Da ist es günstiger eine Verbindung von Warschau nach Frankfurt und von Frankfurt nach New York zu buchen als einen Direktflug von Frankfurt nach New York.

Die No-Show-Passagiere nehmen dann aber den Flug von Warschau nach Frankfurt gar nicht war, sondern nehmen nur die für sie günstige Verbindung Frankfurt-New York.

Und es gibt noch eine zweite No-Show-Strategie zum Sparen!

Lufthansa verklagt Mann, weil er einen Teil seiner Reise nicht angetreten ist

Cross Ticketing

Beim Cross Ticketing nutzen Flugreisende die günstigeren Preise für Passagiere mit längerem Aufenthalt. Wer also am gleichen Tag morgens hin- und abends wieder zurückfliegen möchte, bucht direkt zwei Hin- und Rückflüge:

Beispielsweise den Hinflug am 8. Februar um 8 Uhr und den Rückflug, der aber nicht angetreten wird, am 18. Februar um 16 Uhr, und dann einen zweiten Hinflug am 1. Februar um 14 Uhr, den der Gast ebenfalls verfallen lässt und einen zweiten Rückflug am 8. Februar um 20 Uhr. 

Wie die Lufthansa dem nun entgegenwirkt, lest ihr auf der nächsten Seite!

Lufthansa verklagt Mann, weil er einen Teil seiner Reise nicht angetreten ist

Zum vermehrten Male ist die Lufthansa nun gegen einen No-Show-Passagier vor Gericht gezogen. Damit möchte sie erreichen, dass ihr Tarifsystem nicht von immer mehr Menschen umgangen wird und sie hohe Einbußen verzeichnen muss.

Vor Gericht möchte die Airline nun Nachzahlungen für alle Flugreisende durchsetzen, die Flüge nicht wahrnehmen. Im Dezember 2018 scheiterte sie allerdings vor dem Amtsgericht Berlin-Mitte. Nun läuft das Berufungsverfahren. 

Wie die Chancen in Zukunft aussehen, lest ihr mit einem Klick auf "Weiter".

Lufthansa verklagt Mann, weil er einen Teil seiner Reise nicht angetreten ist

Reisejuristen gehen davon aus, dass es in Zukunft weitere Klagen geben wird. Die Airlines sind damit momentan noch vollkommen im Recht, wenn sie einen nachberechneten Preis von den No-Show-Passagieren einfordern, der manchmal im vierstelligen Bereich liegen kann. 

Allerdings gibt es immer wieder unklare Fälle, beispielsweise wenn sich die Reisepläne des Passagiers spontan geändert haben. 

Aus diesem Grund gehen EU-Verbraucherschützer nun gegen die No-Show-Klauseln vor und fordern mehr Transparenz bei der Nachberechnung der Preise. Die Verbraucherzentrale in Deutschland ist jedoch noch nicht aktiv geworden. 

Also zur Sicherheit lieber nur Flüge buchen, die ihr auch antreten wollt und im Zweifel etwas weniger sparen.