Drohende Armut: In diesen Berufen reicht die Rente später nicht

Bist du auch betroffen?

Drohende Armut: In diesen Berufen reicht die Rente später nicht

Was bedeutet „Altersarmut“ überhaupt?

Leider müssen es immer mehr Menschen aus erster Hand erfahren. Nicht selten kommt es nämlich vor, dass ein Rentner mit nur 630 Euro auskommen muss. Dazu gibt es noch 280 Euro vom Sozialamt. Alle, die im Alter zusätzlich auf die sogenannte Grundsicherung angewiesen sind, gelten in der Statistik als altersarm. Nach Abzug aller Wohnkosten ist es nicht verwunderlich, dass nur noch 400 Euro zum Leben bleiben. Doch wer als Rentner einmal in der Armutsfalle ist, kommt in der Regel auch nicht mehr raus.

So viele Rentner habe Angst vor Altersarmut:

Drohende Armut: In diesen Berufen reicht die Rente später nicht

Furcht vor Altersarmut

15 Prozent der befragten Rentner und Pensionäre in einer aktuellen, repräsentativen Umfrage von infratest dimap für die ARD antworteten, dass sie von Altersarmut betroffen seien. Von Nicht-Rentnern fürchten sich sogar 37 Prozent vor Armut im Alter. Doch vor allem Frauen fühlen sich nicht ausreichend abgesichert.

Zur Zeit sind circa drei Prozent der Rentner auf Fürsorgeleistungen des Staates angewiesen, um ihre Rente aufzustocken. Umgerechnet sind das grob eine halbe Million Menschen! Doch beim Thema Altersarmut gibt es eine große Dunkelziffer! Zahlreiche Rentner, die Leistungen vom Staat beziehen könnten, nehmen ihre Ansprüche nicht wahr. Meist sind Scham und Stolz die Gründe dafür.

Doch wie groß wird das Problem „Altersarmut“?

Drohende Armut: In diesen Berufen reicht die Rente später nicht

Mehr als 200 Berufsgruppen sind gefährdet

Die Datenauswertung der Umfrage zeigt, dass über 170 Berufsgruppen von Altersarmut betroffen sind – darunter der Koch, der Paketzusteller sowie die Zahnarzthelferin!

Und das selbst bei langer Lebensarbeitszeit: Das dort gezahlte mittlere Einkommen, welcher unter 2387 Euro liegt, ergibt nach 45 Jahren eine gesetzliche Rente von nicht einmal 950 Euro! Wer unter 1854 monatlich verdient, rutscht mit seiner Netto-Rente unter das Grundsicherungsniveau. Hier sind weitere 50 Berufsgruppen betroffen. Unter anderem Wachpersonal, Kosmetiker und Frisöre.

Als Faustregel gilt: Wenn das gesamte Einkommen unter 823 Euro liegt, kann geprüft werden, ob Leistungen aus der Grundsicherung beantragt werden können.

Österreich beweist, dass es auch anders funktionieren kann!

Drohende Armut: In diesen Berufen reicht die Rente später nicht

Österreich beweist: Es geht auch anders

Die durchschnittliche Bruttorente ist in unserem Nachbarland deutlich höher. Denn dort zahlen alle in die Rentenkasse ein – ganz egal ob Angestellter oder Beamter. Auch zahlen die Arbeitgeber einen größeren Anteil als die Arbeitnehmer. Ebenso haben alle, die eine Rentenhöhe unterhalb der Armutsgrenze erreichen, einen Anspruch auf eine Ausgleichszahlung. Die Mindestrente ist deutlich höher und der bürokratische Aufwand ist geringer als bei der Grundsicherung hierzulande.